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Thomas Stolle ist der neue Leiter der Jugendherberge in Bodenwerder und hat sich viel vorgenommen

Vom Küchenchef zum Herbergsvater

BODENWERDER. Zwei Gruppen hatten schon im Februar in der Jugendherberge Bodenwerder Quartier bezogen und dieser im Internet großes Lob gezollt. „Durch die neue Leitung einfach spitze“ heißt es und „Die Herberge ist offenbar unter neuer Leitung zu einem Geheimtipp geworden“.

veröffentlicht am 12.03.2019 um 17:17 Uhr
aktualisiert am 12.03.2019 um 20:00 Uhr

Die Jugendherberge in Bodenwerder hat gute Bewertungen bekommen. kb
Beißner

Autor

Karin Beißner Reporterin
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Das Lob gilt dem neuen Herbergsleiter Thomas Stolle, der seit Jahresbeginn im Amt ist. Der 43-jährige gebürtige Leipziger hat in Hannover Koch gelernt und ist nach einer Zeit in München in „seine Heimat“ – wie er Hannover bezeichnet – zurückgekehrt. Wie kommt man dazu, vom Küchenchef im „Grand Plaza“ zum Herbergsvater zu werden? „Ich fand das Thema Jugendherberge schon immer ganz spannend mit den Möglichkeiten, sich auf vielen Gebieten zu verwirklichen und sich einer abwechslungsreichen Aufgabe zu stellen“, erklärt Stolle, der auch ausgebildeter Personalkaufmann und Sicherheitsbeauftragter ist. An seiner neuen Arbeitsstelle hat er viel vor und einiges schon in Gang gebracht.

Mit seiner Assistentin Petra Reimers, die seit Jahren die Abläufe bestens kennt, hat er ein Mitarbeiter-Team für die Saison eingestellt. Ein neuer Hausmeister in Vollzeit tritt Anfang März seinen Job an. Mit ihm können auch langfristige Projekte in Angriff genommen werden, eine größere Renovierung steht in diesem Jahr noch auf dem Plan. Um noch mehr auf die Bedürfnisse von Familien einzugehen – der Landesverband hat ein ganz neues Familienprogramm konzipiert – , werden mehr Familienzimmer eingerichtet. Nach und nach sollen alle Räume in einen guten Zustand versetzt werden. Stolle selbst hat schon einmal Hand angelegt und „draußen schon klar Schiff gemacht und Laub entfernt, um das äußere Bild nett zu machen“.

Durch die neue Leitung einfach Spitze.“

Urteil eines Besuchers der Jugendherberge Bodenwerder

Der Herbergsvater hat das Außengelände unter die Lupe genommen und verschiedene Projekte schon angeschoben. Der große Dachunterstand, der bislang als Carport diente, soll nun der Gemeinschaft zur Verfügung stehen. „Ein Highlight“ soll zukünftig die Blockhütte mit herrlichem Blick ins Tal und auf die Stadt werden. Sie soll für Gruppen und Schulklassen zum Feiern und Spaß haben hergerichtet werden. In der zukünftigen Fahrradgarage ist er dabei, viele nagelneue Fahrradständer zu montieren, damit auch Fahrradgruppen das Haus nutzen können. Stolle ist bestrebt, ein guter Gastgeber in der Jugendherberge zu sein. „Ich möchte, dass die Kinder nach Hause fahren und berichten, dass die Jugendherberge zwar nicht die modernste ist, dass sie aber dort ganz viel Spaß hatten, dass das Essen super war und das Personal nett und freundlich.“

Der neue Herbergsvater Thomas Stolle möchte künftig mehr Familienzimmer anbieten. Foto: kb

Da der Herbergsvater selber kocht, bleibt es ihm überlassen, den Geschmack der Gäste zu treffen. Und mit den Mitarbeitern strebt er einen familiären Umgang an, der das Betriebsklima fördern wird. Aber nicht nur intern bemüht sich Stolle um eine gute Zusammenarbeit, ganz wichtig ist ihm auch eine enge Kooperation mit der Stadt. Dem Klex hat er schon einen Besuch abgestattet und auch die Ferienpass-Aktion möchte er unterstützen. In seiner freien Zeit zieht es den Hannoveraner, der in der Jugendherberge wohnt, zu seinen Freunden in die Heimat und dann wartet dort ja auch noch die „Kinderbrücke e.V.“, wo er sich ehrenamtlich um benachteiligte Kinder kümmert. Eine Gruppe aus Limmer wird demnächst auch in Stolles neuem Wirkungsbereich eine Woche Ferien machen.



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