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Sturmtief hinterlässt Spuren

Viel Arbeit für die Feuerwehr

BODENWERDER. Mit Böen von bis zu 110 Stundenkilometern hat das Sturmtief „Herwart“ am Wochenende auch im Landkreis Holzminden und in Bodenwerder Schäden verursacht und für Einsätze der Feuerwehr gesorgt. Eine zweistellige Zahl von Einsätzen meldete die Polizei bis Sonntagnachmittag.

veröffentlicht am 29.10.2017 um 14:05 Uhr
aktualisiert am 29.10.2017 um 15:50 Uhr

Ein Ast dieser mächtigen Eiche wurde durch den Sturm abgeknickt. Einsatzkräfte der Feuerwehr Polle machen den Fahrweg wieder für den Verkehr frei. Foto: gl
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Guido Laßmann Reporter
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Die Einsatzanlässe verteilten sich von umgestürzte Bäume, umgewehte Verkehrsschilder und Baustellenabsicherungen über herunterfallende Dachziegel bis hin zu Alarmauslösungen bei verschiedenen Firmen, die zum Teil laut Polizei auch auf das Konto des Unwetters gehen könnten. Dank aufmerksamer Mitbürger hätten einige „Gefahrenstellen“ schnell erreicht und abgesichert werden können. Wo nicht durch eigene Mittel Abhilfe geschaffen werden konnte, wurden die örtlichen Feuerwehren oder die Straßenmeistereien hinzugezogen. In einem Fall stürzte ein Baum auf die Bahnstrecke zwischen Stadtoldendorf und Lenne. In diesem Fall nahm sich die Bundespolizei und die Deutsche Bahn der Sache an. Die Strecke musste längerfristig gesperrt werden, sodass es zu Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs kam. „Glücklicherweise kam es nach hiesigen Erkenntnissen zu keinen Personenschäden“, so ein Polizeisprecher. Die Sachschäden könnten sich in einer zumindest fünfstelligen Höhe belaufen, eindeutige Schätzungen gebe es aber noch nicht.

Um 8.38 Uhr war in Polle von einer mächtigen Eiche ein Ast mit rund 40 Zentimetern Durchmesser abgebrochen und blockierte die Straße „Zum Tenterling“ im Kreuzungsbereich mit dem „Hakenstalweg“. Die Feuerwehr war mit rund 20 Freiwilligen im Einsatz, um die Straße wieder zu räumen.

Das Sturmtief schwächte sich zwar im Bereich des Tages ab, dennoch galten die Warnungen vor Sturmböen noch bis in die Abendstunden hinein. Vor allem warnten die Behörden vor dem Betreten der Wälder, da durch die Sturmböen unvermittelt Äste abbrechen oder Bäume umstürzen können. Auch nach Abzug des Sturmtiefs „Herwart“ könne es vorkommen, dass durch den Sturm geschwächte Bäume umfallen oder bereits abgerissene Äste herabfallen. Dies gilt nicht nur für Wälder, sondern auch für Bäume in Wohngebieten. Zudem könnten Dachziegel von den Gebäuden fallen.

In Kemnade hat es diese Werbetafeln erwischt. Foto: gl
  • In Kemnade hat es diese Werbetafeln erwischt. Foto: gl

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