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UFA-Geschäftsführer Joachim Kosack hält bei Münchhausen-Preisverleihung die Laudatio

Vater von „Danni Lowinski“ kommt

Bodenwerder. Er wird als einer der besten Fernsehschaffenden in Deutschland bezeichnet: Sehr charismatisch, sehr kreativ, sehr erfahren. Er ist das, was man einen Programmmacher nennt. Und er ist, wie die Münchhausenstadt Bodenwerder und die Stiftung Sparkasse Bodenwerder als Veranstalter jetzt bekanntgaben, Laudator für die diesjährige Preisträgerin Annette Frier bei der Verleihung des 19. Münchhausen-Preises: Joachim Kosack, Vater von „Danni Lowinski“.

veröffentlicht am 17.04.2015 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:21 Uhr

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Autor:

Marina Fuchs
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Mit Laudator Kosack wird zur diesjährigen Verleihung des Münchhausenpreises am Freitag, 12. Juni, einer dar ganz großen Macher des deutschen Fernsehens nach Buchhagen kommen. Joachim Kosack ist seit Januar 2013 Geschäftsführer der UFA FICTION, bereits 2012 hatte er die Leitung der UFA Fernsehproduktion übernommen. Er war jedoch schon 1996 als Chefautor, Regisseur und Producer für die Grundy UFA und anschließend ab 2001 als Produzent für teamWorx tätig. Danach wechselte er zu SAT.1, wo er 2011 schließlich die Geschäftsführung übernahm. Außerdem leitet er seit 2005 den Bereich Serienproducing/Seriendramaturgie an der Filmakademie Ludwigsburg.

Den Sohn eines evangelischen Missionars, geboren am 1965 in Gunungsitoli auf der indonesischen Insel Nias vor der Westküste Sumatras, trieb es direkt nach seinem Abitur 1985 in Wuppertal zu den darstellende Künsten. Neben dem Studium von Geschichte und Germanistik arbeitete er als Kabarettist mit der Gruppe „Die Küchenschaben“ und war Teil der Gründungstruppe des TIC - Theaters in Cronenberg.

Der 50-jährige Allrounder mit Entertainer-Qualitäten, der eigentlich Schauspieler werden wollte, gehört heute zu den wenigen Spielfilmchefs, die die Branche von allen Seiten kennengelernt haben – als Kabarettist, Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur und TV-Produzent. Zu seinen wichtigsten Projekten seit 2007 gehören die Filme „Wir sind das Volk“, „Barfuß bis zum Hals“ und „Die Wanderhure“ sowie die Kinoproduktionen „Kokowäh“, „Goethe“ und „Heiter bis wolkig“. Dazu kommen die mehrfach preisgekrönten Serien „Der letzte Bulle“ und „Danni Lowinski“.

Und vor allem für Letztere glaubt er das Geheimnis des Erfolgs zu kennen: „Beide Serien sehen deutsch aus, stehen aber in der Tradition des angelsächsischen Entertainments – mit dem klaren Bekenntnis, unterhalten zu wollen.“ Dazu kommen mit Henning Baum oder Annette Frier für den Serien-Macher und Entdecker junger Talente als Wichtigstes Gesichter mit großem Sympathie-Bonus.

Am 13. September 2011 bekam der Pastorensohn den Sonderpreis des Robert-Geisendörfer-Preises verliehen, den Medienpreis der Evangelischen Kirche. In der Begründung hieß es, Kosack habe bewiesen, dass es auch im unterhaltungsorientierten Privatfernsehen möglich sei, „das Programm nicht allein „mit populärem Eskapismus“ zu füllen. Denn gerade die Serie über die Kleine-Leute-Anwältin „Danni Lowinski“ zeuge von einem sozialkritischen Anspruch, das persönliche Verantwortungsbewusstsein zu stärken oder das soziale Miteinander zu fördern.

Als Fiction-Chef versteht es Kosack also, diesen sozialkritischen Anspruch mit den Anforderungen des Marktes zu verbinden. Bleibt noch, die Grundüberzeugung seines Schaffens zu verraten: „Wir müssen schauen, dass die Frauen die Filme gut finden, dann aber die Filme so aufstellen, dass Frauen die Chance haben, auch ihre Männer zum Mitgucken zu überreden“, so hat er seine Aufgabe einmal beschrieben. Mit Annette Frier und „Danni Lowinski“ ist ihm das mit Witz, Charme und einem Händchen für die richtigen Themen gelungen.



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