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„Frackophoniker“ und „Triple8“ im Doppelkonzert

Ungewöhnliche Mischung in der Kulturmühle

BUCHHAGEN. Zwei ganz verschiedene Musikstile – Lieder der Comedian Harmonists aus den 20er und 30er Jahren und Folksongs nach Art von Simon & Garfunkel aus den 60er und 70er Jahren in einem Konzert – geht das? Das ungewöhnliche, aber auch sehr vielseitige und kurzweilige Doppelkonzert sorgte jedenfalls für einen gut gefüllten Saal in der Kulturmühle.

veröffentlicht am 15.04.2018 um 14:05 Uhr
aktualisiert am 15.04.2018 um 20:30 Uhr

„Isabella von Kastilien“ besangen die „Frackophoniker“ kostümiert. Foto: kkü
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Und es lockte auch neue Gäste an: Das Ehepaar Schütte aus Wegensen war zum ersten Mal bei einer Veranstaltung in der Kulturmühle. „Als ich davon gelesen habe, habe ich es mir fest vorgenommen. Es gefällt mir sehr gut!“, äußert sich Frau Schütte anerkennend.

Mit einer Klangprobe eines Grammophons aus den 1930er Jahren beginnt das Konzert in Buchhagen. Untermalt von dem typischen kratzenden Geräusch einer alten Schellackplatte ertönt „Auf Wiederseh’n“ gesungen von den legendären „Comedian Harmonists. Aus dem rund 200 Stücke umfassenden Repertoire dieser Gruppe bedienen sich die „Frackophoniker“ nun schon seit 20 Jahren mit nicht nachlassender Begeisterung. Damit verfügen sie über eine riesige Melodiensammlung aus Klassik, Schlager, Jazz, Operette, Filmmusik und Volkslied. Mit „Ein Lied geht um die Welt“, „Veronika“ und „Wochenend und Sonnenschein“ erfüllen die Sänger die Publikumserwartungen schon in der ersten Konzerthälfte. Ihrem Sänger und Pianisten Ludwig Ebert verdanken sie, dass auch selten gehörte Titel wie „Raphaela“ und „Daisy“ vorgetragen werden können. Er ist in der Lage, nach Abhören alter Schallplattenaufnahmen die dem Original nahe kommenden Notensätze für alle Stimmlagen zu erstellen. Unterhaltsam und informativ tragen die Musiker Einzelheiten aus der spannenden Geschichte der „Comedian Harmonists“ vor, eine damals völlig neuartige Musikformation, die man auch als „erste deutsche Boygroup“ bezeichnen könnte.

Mit dem Trio „Triple8“ kommt Folkrock aus den Jahren 1957 bis 1982 auf die Bühne. Die drei Musiker spielen seit neun Jahren zusammen. Die Mischung grooviger Klassiker und romantischer Balladen kommt gut an beim Publikum, das manchmal fast andächtig lauscht. Die Zuhörer an diesem Konzertabend gehören überwiegend der Generation „50 plus“ an und genießen die bekannten und beliebten, aber mitunter auch lange nicht gehörten Songs wie „Leaving London“ von Tom Paxton, „Cecilia“ und „The Boxer“ von Simon & Garfunkel, „Father und Son“ von Cat Stevens und „All I Have To Do Is Dream“ von den Everly Brothers. Mit „Country Roads“ als allerletzte Zugabe, von den „Frackophonikernn“ und „Triple8“ gemeinsam interpretiert, verabschieden sich die Musiker nach einem gelungenen Konzertabend.kkü

Das Trio „Triple8“ begeisterte mit Folkrock aus den 60ern und 70ern. Foto: kkü
  • Das Trio „Triple8“ begeisterte mit Folkrock aus den 60ern und 70ern. Foto: kkü

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