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Anglerverein Bodenwerder-Heinsen tagt und bezieht klare Positionen

„Und in der Weser leben doch Lachse“

Bodenwerder. Aus erster Hand erfuhren die Mitglieder des Anglervereins Bodenwerder-Heinsen den aktuellen Stand zum Thema Salzeinleitung in die Weser. Und auch wenn die gemeinsame Bewirtschaftung des Kiesteichs mit den Petri-Jüngern des Vereins Hehlen-Kemnade noch immer offen sei: „Wir machen den Kieswerk-Betreibern den Teich-Durchbruch auf keinen Fall zum Vorwurf, weil wir lange involviert waren und darüber Bescheid wussten“, stellte Vorsitzender Thorsten Weper klar. Wie auch immer, die Angler freuten sich über gute Fangzahlen im letzten Jahr. Und auch zum Lachs in der Weser positionierte sich der Verein: „Es sind Lachse drin“, so Ehrenvorsitzender Arnold Schumacher.

veröffentlicht am 29.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Autor:

VON CHRISTOPH SCHNURPFEIL
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Ob Gewässerschutz und Landschaftspflege, Jugend-, Verbands- und Vereinsarbeit: Bei der Jahreshauptversammlung des Anglervereins Bodenwerder-Heinsen arbeiteten die Mitglieder eine umfangreiche Tagesordnung ab. Sie bestätigten den Vorstand im Amt. Der kündigte zum 85-jährigen Vereinsbestehen in diesem Jahr einen besonderen Hüttenabend an.

„Es gibt bessere Lösungen, Salzlauge zu entsorgen, als Abfälle in Gewässer zu verklappen“, berichtete Weper über die Diskussionen bei der Landesverbands-Tagung. Der nach Ansicht der Angler dafür verantwortliche Konzern K + S spiele auf Zeit und spekuliere auf die Uneinigkeit der Anrainerländer. „Das Ganze gewinnt an Spannung“, so Weper, „aktuell wurden sechs Manager von der Staatsanwaltschaft vernommen.“

Bei der Tagung des Landesverbandes seien außerdem Querelen im Deutschen Angelfischer-Verband (DAFV) zur Sprache gekommen. Die finanzielle Situation des Bundesverbandes sei „desaströs“, so Weper. Die Mehrheit der Delegierten habe für eine Kündigung der Mitgliedschaft zum Ende des Jahres gestimmt, wie auch schon die Bayern. Bei der nächsten Tagung auf Landesebene gebe es weitere Infos. „Vielleicht kehrt sich ja auch alles wieder um“, blickte Weper in die ungewisse Zukunft.

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  • Angler-Chef Thorsten Weper (re.) ehrt Fischerei-Aufseher Werner Klippel, Heinz Olschowski, Roland Ende, Wladimir Rudenko, Joachim Erbrich (schwerster Fisch), Wolfgang und Wolfgang Kleine (v. li.). cs
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  • Für die heimischen Gewässer – hier der Kiesteich – gibt es positive Nachrichten. Foto: cs

Aus heimischen Gewässern dagegen gab es positive Nachrichten von Gewässerwart Olaf Schmittendorf: „Unsere Fänge sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Das bestärkt uns, am freiwilligen Besatz festzuhalten.“ Dass sich die Angler bereits im fünften Jahr für Rotaugenbesatz in der Weser starkgemacht haben, mache sich sehr positiv bemerkbar. Auch die Fänge von Brassen bewegten sich im letzten Jahr auf sehr hohem Niveau, so Schmittendorf. Und weiter: „Im Kiessee konnten wir einen wahren Barsch-Boom erleben, fast 500 Stück sind ein wirklich herausragendes Ergebnis.“

Schmittendorf legte Wert darauf, dass bis auf wenige Ausnahmen alle Fische im Kiessee ablaichen. Ein nachhaltiger Besatz sei aber nicht möglich. „Das würde bedeuten, dass der Bestand von selbst konstant bliebe. Und das funktioniert nicht“, so der Gewässerwart.

Sind sie nun drin, die Lachse in der Weser – oder nicht? Ehrenvorsitzender Arnold Schumacher, der sich jahrelang mit immensem Einsatz für Besatz-Programme starkgemacht hat, reagierte auf abschlägige Stellungnahmen: „Wie kommt ausgerechnet ein Verein dazu, der sich gar nicht an dem Projekt selbst beteiligt hat?“, ärgerte er sich.

Er wisse auch, dass bei Elektro-Befischungen kein Lachs nachgewiesen worden sei. „Aber das heißt nichts.“ Dass Angler andernorts mehr Glück hatten, beweise das Gegenteil. „Wir wünschen uns im nächsten Jahr mehr Jugendliche am Wasser“, resümierte Jugendwart Uwe Gellner – WhatsApp und Co. sollen demnächst für direkten Informationsfluss sorgen.

Es gab zwei personelle Veränderungen: Im sechsköpfigen Ältestenrat übernimmt Wolfgang Kleine das Amt von Siegfried Wrona. Und Bernd Weper prüft anstelle von Rolf Grunow künftig die Kasse – er wird damit seinem Bruder, Vereins-Chef Thorsten Weper, über die Schulter schauen.



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