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Ungenutztes Bauwerk nach umfangreicher Renovierung mit neuer Bestimmung

Turm an der Klosterkirche eingeweiht

Kemnade. Der Dionysius-Turm in der Nähe zur Klosterkirche Kemnade ist nun wieder für Interessierte geöffnet. Im Innenraum sollen Pilger Ruhe finden.

veröffentlicht am 16.05.2018 um 17:11 Uhr
aktualisiert am 16.05.2018 um 18:30 Uhr

Seit 2016 wurde an der Renovierung des Turms gearbeitet, der einst Teil der ehemaligen Marktkirche St. Dionysius war. Foto: ms
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Karin Küster Reporterin
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„So’n Turm – der hat schon was!“ stellte Diakon Jürgen Lojowsky von der Landeskirche Hannover in seinem Grußwort fest und sprach damit sicher genau das aus, was die meisten Zuhörer empfanden, die auf das Gelände der Klosterkirche in Kemnade zur Einweihung gekommen waren. Kirchenvorstand und Förderverein feierten die erfolgreiche Renovierung des Dionysius-Turmes, der nun kein ungenutztes, altes Bauwerk mehr ist, sondern eine neue Bestimmung erhalten hat. Da die Klosterkirche eine Station auf dem Pilgerweg Loccum-Volkenroda ist, aber nur stundenweise geöffnet werden kann, steht der Turm ab sofort Pilgern zur Andacht und zum Ausruhen tagsüber offen. Auch den Pilgerstempel können sie dort erhalten.

Der Turm hat eine wechselvolle Geschichte, über die Karin Beißner wissensreich und unterhaltsam informierte. Wann er gebaut wurde, bleibt im Dunkeln der Geschichte. Fest steht, dass er Teil der ehemaligen Marktkirche St. Dionysius war, die erstmalig 1352 urkundlich erwähnt wurde. Die Marktkirche St. Dionysius verlor nach der endgültigen Einführung der Reformation ihre Funktion, weil nun die Klosterkirche den Gläubigen für Gottesdienste zur Verfügung stand. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Marktkirche abgerissen, der Turm blieb stehen. Er wurde noch als Glockenturm bei Beerdigungen genutzt, war 1740 baufällig und wurde zwei Jahre später wieder aufgebaut, mangels Geldmitteln allerdings niedriger als zuvor. 1836 wurde er profanisiert (entweiht) und diente fortan weltlichen Zwecken, beispielsweise zum Unterstellen der Feuerspritze, zum Aufhängen der Schläuche und ab 1964 nur noch als Abstellraum.

Ab Frühjahr 2016 arbeiteten Kirchenvorstand und Förderverein zielstrebig an der Umsetzung der Idee, den Turm wieder nutzbar zu machen, soweit irgendwie machbar durch Eigenleistungen der Fördervereinsmitglieder, ansonsten mit Bauunternehmen. Das Einziehen einer Zwischendecke, die aus Gründen der Bausicherheit erforderlich war, verlängerte die Bauzeit dann doch noch um ein paar Monate. Trotzdem sei alles sehr schnell gegangen, hob Pastor Klein in seinen Dankesworten an alle an der Renovierung Beteiligten lobend hervor.

Der Innenraum des Dionysius-Turms wurde als Ruheort für Pilger eingerichtet. Foto: kkü
  • Der Innenraum des Dionysius-Turms wurde als Ruheort für Pilger eingerichtet. Foto: kkü


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