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Umweltministerin Barbara Hendricks überreicht Heller-Leder den Bundespreis Ecodesign

Trophäenschrank wird immer voller

Hehlen / Berlin. Was Nachhaltigkeit in der Produktion angeht, gehört der Hehlener Lederproduzent Heller mit seinen zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen längst zu den deutschen Top-Unternehmen in dieser Kategorie: Blauer Engel, Preis des Mittelstandes und der in Shanghai verliehene Preis Weltbeste Gerberei (Tannery of the Year) dürften bislang nur die Spitzen-Preise sein, die im Trophäenschrank bei Heller-Leder stehen. Jetzt hat die Traditionsfirma mit ständigem Innovationsbemühen in Sachen umweltfreundlicher Produktion einen weiteren Preis aus Berlin in den Firmensitz an der Hehlener Hauptstraße 1 geholt: Im Berliner Bundesumweltministerium wurde Heller-Leder für sein Polsterleder der Blattwerk-Kollektion von Umweltministerin Barbara Hendricks der Bundespreis Ecodesign verliehen. Seit 2012 wird der Bundespreis Ecodesign jährlich vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin vergeben.

veröffentlicht am 27.11.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

Marina Fuchs
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Das Polsterleder der Blattwerk-Kollektion wird seit 2012 mit Olivenblättern nach Standards des Blauen Engel gegerbt. Der Einsatz von Lacken und Farbstoffen ist so verzichtbar und die ressourcenschonende Verwendung eines Abfallprodukts aus der Olivenernte möglich. Durch die schonende Olivenblatt-Gerbung kann auf Kochsalz und Schwefelsäure bei der Lederproduktion völlig verzichtet werden. Auch der CO2-Ausstoß wird bei der Leder-Gerbung um 60 Prozent, der Energieverbrauch um die Hälfte reduziert. Vor- und Nachbehandlung erfolgen gesundheitlich unbedenklich und schadstofffrei. Einige der Ledervarianten werden nach der Färbung in ihrem Naturzustand offenporig belassen. Durch den Schutz mit Bienenwachs bieten sich Vorteile für Optik und Haptik.

Und das veranlasste Jurorin Dr. Kirsten Brodde, Hamburger Öko-Journalistin und jahrelang Redakteurin des Greenpeace Magazins mit Schwerpunkt Umwelt- und Verbraucherthemen, zu dem Urteil: „Wirklich innovativ und mit klarem Umwelt-Vorteil. Die gute alte Tierhaut Leder wird mit einem revolutionären pflanzlichen Gerbstoff aus Olivenbaum-Blättern haltbar gemacht. Die Blätter wurden bislang nach der Ernte verbrannt. Der Clou: Feiner Olivenduft bleibt.“

Beim Bundespreis Ecodesign geht es darum, sowohl in Entwicklung und Produktion als auch im Konsumverhalten Veränderungen zu bewirken, die zu einer Entlastung der Umwelt beitragen. Daher sind neben konkreten Produkten auch innovative Dienstleistungen oder intelligente Konzepte gefragt, die weiter gefasste Systemlösungen in den Blick nehmen. Denn für mehr Nachhaltigkeit in Produktion und Konsum braucht es nach den Kriterien der Jurys sowohl konkrete Alternativen für bestehende Angebote als auch eine langfristig angelegte Veränderung von Prozessen und nicht zuletzt Konzepte, die geeignet sind, das Konsum- und Verbraucherverhalten eines jeden Einzelnen zu beeinflussen.

Frank Fiedler, in der Geschäftsleitung von Heller-Leder zuständig für den Bereich Vertrieb und Marketing, nach der Entgegennahme des Preises: „Wir sind besonders stolz darauf, dass in Berlin unsere stetigen Bemühungen, innovative Leder umweltbewusst zu produzieren, durch den Bundespreis Eco-Design 2014 auf diese Weise gewürdigt werden. Für die Blattwerk-Kollektion erhoffen wir uns so weitere Aufmerksamkeit und auch den Ansporn für unsere Kunden, sich für eine gesündere Zukunft noch mehr mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen auseinanderzusetzen .“



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