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Maria Jonas und Thomas Friedlaender spielen im Weserhaus

Traurige Weisen aus Al’Andaluz

BODENWERDER. Zu einem besonderen Konzert hatte Maike-Alida Weiß nach der Sommerpause ins Weserhaus eingeladen: zu Liedern und Musik aus der Herrschaft der Mauren in Spanien.

veröffentlicht am 02.09.2018 um 18:47 Uhr

Perkussionist Thomas Friedlaender begleitet Maria Jonas mit Kastagnetten. Foto: kb
Beißner

Autor

Karin Beißner Reporterin
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Maria Jonas führte mit ihrer wundervollen Sopranstimme die Zuhörer durch Al’Andaluz, das mittelalterliche Spanien, sang mit starkem Ausdruck und Hingabe über Liebe, Leidenschaft und blutiges Geschehen. Dazu entlockte sie der Shrutibox tiefe gehaltene Töne. Zwischendurch erklärte die Sopranistin unterhaltsam den Inhalt der spanischen Liedtexte und führte das Publikum in die Dramatik des Geschehens der meist traurigen Weisen.

Begleitet wurde sie von dem Perkussionisten Thomas Friedlaender, der die Stücke mit den verschiedensten Instrumenten gekonnt untermalte. Er entlockte dem Kuhhorn stotternde Töne, seine Finger ließen die große Handtrommel auf ungewöhnliche Weise erklingen und mit der Windpfeife schwoll der Wind auf- und ab. Friedlaender erklärte unterhaltsam die verschiedenen Instrumente. Da ertönten die meterlange arabische Trompete, der Zink, Kastagnetten und verschiedene Glocken und Glöckchen mit denen er die Lieder mal einfühlsam, mal rhythmisch begleitete.

„Wie schön, dass ich mit meinen 92 Jahren diese ungewöhnliche Musik noch erleben durfte“, meinte eine beeindruckte Zuhörerin am Ende des Konzertes.



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