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Digitales Ratsinformationssytem ab Sommer

Transparent, schnell und einfach

Bodenwerder. Willkommen im digitalen Zeitalter heißt es im Sommer für die Ratsmitglieder der Münchhausenstadt Bodenwerder und der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle. Nach monatelangen Vorbereitungen und internen Tests wird dann das digitale Ratsinformationssystem eingeführt.

veröffentlicht am 30.04.2017 um 09:00 Uhr

Mald sollen die Infos übersichtlicher für alle Bürger sein. Foto: ms

Autor:

Sophie Sommer
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Die Software dafür wurde schon letztes Jahr angeschafft. Bürger und Politiker sollen sich dank des neuen Systems schnell eine Übersicht über alle wichtigen Termine und Neuigkeiten verschaffen können: Wann ist der nächste Ausschuss? Über welches Thema soll abgestimmt werden?

Für Ratsmitglieder gibt es zusätzlich noch private Zugänge, damit diese auch auf nichtöffentliche Dokumente zugreifen können. „Wir wollen dem Papierwust ein Ende setzen“, sagt Bürgermeisterin Tanya Warnecke.

Mit dem digitalen System solle aber nicht nur Papier, sondern auch Zeit gespart werden. Dafür müssten sich einige der Ratsmitglieder noch einen Laptop anschaffen. Auch für den Internetzugriff und für Druckkosten müssten sie selbst zahlen. Daher werden die Ratsmitglieder mit zehn Euro im Monat zusätzlich entschädigt.

Die Ratsmitglieder, die ein Mandat in beiden Räten haben, erhalten aufgrund des doppelten Aufwands auch die doppelte Entschädigung, also 20 Euro im Monat. Aber – niemand sei verpflichtet, online auf die Dokumente zuzugreifen. Alle Unterlagen werden auf Wunsch auch weiterhin ausgedruckt, so die Bürgermeisterin. Ein digitales System sei aber notwendig, das liege einfach am „Zahn der Zeit.“ „Wir wollen, dass jetzt alles zügig vorangeht“, sagt Warnecke.

Ein Vorbild kann sich Bodenwerder an vielen Gemeinden und Städten in der Region nehmen, die ihre Systeme schon lange digitalisiert haben. Bereits 2010 stellte die Gemeinde Salzhemmendorf wichtige Informationen und Unterlagen als PDF-Dokumente online, sagt Frank Batke aus der Gemeindeverwaltung.

Vier Jahre später schaffte sich die

Gemeinde dann ein professionelles Ratsinformationssystem an. Ganz im Zeichen des Fortschritts gehören auch Tablets in Salzhemmendorf schon länger zum gewohnten Bild in politischen Gremien. Die Ratsmitglieder haben sich diese selbst gekauft. Das digitale System fänden die meisten gut und würden gerne damit arbeiten, sagt Batke.

Auch in der Stadt Hameln würden die Ratsmitglieder schätzen, dass alle Informationen schnell und zu jeder Zeit verfügbar seien, sagt Janine Herrmann, Sprecherin der Stadtverwaltung. Schon seit 20 Jahren ist das Informationssystem der Stadt digitalisiert. Seit 2006 können auch alle Hamelner auf den öffentlichen Bereich des Systems zugreifen. Die Politik der Stadt soll damit transparenter werden, so Herrmann.

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