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SPD-Landtagsabgeordnete kritisiert die CDU-Bildungspolitik / Initiative „Pro IGS“ ruft zu Protest auf

Tippelt: „Wir wollen Qualität statt Stress in den Schulen“

Bodenwerder (red). Die Initiative „Pro IGS“ hat den Beschluss der niedersächsischen Regierungskoalition kritisiert, das sogenannte Turbo-Abitur auch für Integrierte Gesamtschulen anzuwenden.

veröffentlicht am 07.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 11:21 Uhr

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„Wir sind sehr enttäuscht und irritiert über die Beschlüsse der CDU/FDP-Koalition in Sachen Gesamtschulentwicklung“, erklärte Thomas Reimers als Sprecher der Initiative in einer Pressemitteilung. „Mit dieser Nacht- und Nebel-Entscheidung und dem sinnlosen Festhalten an der willkürlichen Fünfzügigkeit für Gesamtschulen im ländlichen Raum, stellt sich die Regierung gegen den erklärten Elternwillen und gegen jede demografische Entwicklung“, so Reimers weiter.

Reimers rief zu einer Protestveranstaltung am Samstag in Hannover gegen die Gesamtschulpolitik der Landesregierung auf. Der Protestumzug beginnt um 12 Uhr.

Auch die SPD Niedersachsen unterstütze die Proteste gegen die Bildungspolitik der Landesregierung. Die SPD startet eine Kampagne, um ihr Bildungskonzept vorzustellen. Unter dem Motto „Wir wollen Qualität statt Stress – Die CDU-Bildungspolitik schafft jeden“ werden Anzeigen geschaltet, Plakate in ganz Niedersachsen aufgestellt und Postkartenmotive verteilt. „Wir wollen es ermöglichen, auch im Landkreis Holzminden Gesamtschulen dort einzurichten, wo Eltern und Schulträger dieses wünschen“, sagte Tippelt. Darüber hinaus müsse die Hürde der Fünfzügigkeit abgeschafft werden. Es sei eine Schande für die Landesregierung, dass Minister Schünemann auf der einen Seite in seinem eigenen Wahlkreis erkennt, dass die Fünfzügigkeit das Scheitern der Errichtung von Gesamtschulen bedeuten würde und deshalb eine Ausnahmegenehmigung für Holzminden fordert, aber auf der anderen Seite auf Landesebene an dieser Regelung festhalten will.

Unterdessen haben die Grünen im Kreistag Holzminden die Entscheidung des Kreisausschusses begrüßt, den Bedarf nach einer Gesamtschule abzufragen. „Ich hoffe, viele Eltern im ganzen Landkreis machen von der Befragung rege Gebrauch und wählen eine möglichst lange gemeinsamen Beschulung in Form einer IGS, die den Kindern den Weg zu allen Abschlüssen ermöglicht“, sagte der grüne Kreistags-Fraktionssprecher Christian Meyer.



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