weather-image
23°

Bremker Laienspieler hatten Premiere mit „Rent ´nen Rentner“ / Noch zwei Vorstellungen

Szenenapplaus und Lachsalven

Bremke. Auch ein stänkernder vermeintlicher Zuschauer im Saal vom Gasthaus Gullert in Bremke kann den Vorsitzenden der Laienspielgruppe, Uwe Henze, bei seiner Begrüßungsrede nicht aus der Ruhe bringen. Und so erklärt er dem pöbelndem Gast geduldig, warum nicht geraucht und wann geklatscht werden darf. Und noch eins wird den Gästen klargemacht: Von demjenigen, dessen Handy klingelt, wird eine Lokalrunde erwartet. Nach diesen letzten Worten an die Zuschauer öffnet sich der Vorhang zur Premiere des Lustspiels in drei Akten mit dem sinnigen Titel „Rent ´nen Rentner“.

veröffentlicht am 14.03.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 18:41 Uhr

270_008_6260622_bowe403_1403.jpg

Autor:

VON REINHARD BORCHERS
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Nach einer durchzechten Nacht geben Gundi (Simone Schmidt) und Hans (Frank Kohlenberg) vor, die nächsten zwei Tage verreisen zu müssen. So beginnt das Stück von Autor Erich Koch. Bereits in den ersten Minuten werden die Lachmuskeln der Zuschauer gefordert, als Günter Affeldt mit messerscharf gescheitelten Haaren in seiner Paraderolle als Butler Orpheus sein einnehmendes Wesen zeigt, indem er eben mal schnell sein Gehalt durch seine Verschwiegenheit aufzubessern versteht.

„Herbi“, gespielt von Michael Schultz, st der Trostpreis, den Luise (Gabi Bendfeld), die Mutter von Hans, in das Haus ihres Sohnes mitbringt. Der leicht müffelnde Herbi muss in den drei Akten manchmal mehr Zeit im dunklen Kleiderschrank als auf der Bühne verbringen und sich ständig abstellen oder ablegen lassen. Wenn er allerdings einmal nicht ohnmächtig ist, gibt es für ihn eigentlich nur die Ratschläge seiner Mama. Zumindest beginnt er jeden zweiten Satz mit: „Meine Mama hat gesagt…“ und das ist wohl auch die Erklärung dafür, dass er mit 18 Jahren noch von Mama gebadet wurde.

Für Orpheus’ Neffen Jens (Sebastian Steinbrink) und seiner „ralligen Katzendame“ Katja (Miriam Edler) gilt es – genauso wie für Hans – stellenweise Schwerarbeit zu leisten, wenn es darum geht, jemanden aus den Raum zu tragen oder „umzubetten“.

Und dann sind da noch die leicht sprunghafte Gina (Steffi Heise) und ein feuriger Spanier (Uwe Henze), der auf den charmanten Namen Benito hört und nicht nur textfest sein, sondern seine Texte auch noch in gebrochenem Deutsch sprechen muss. Mit Szenenapplaus und Lachsalven belohnt das altersmäßig von Jung bis Alt gemischte Publikum das dreimal 45 Minuten dauernde Verwechslungs- und Versteckspektakel der Schauspieler. „Die haben toll mitgemacht“, freut sich Uwe Henz am Schluss der gelungenen Premiere über das Publikum. Und das ist zum größten Teil durchaus „fachkundig“. So ist Heinz Schwarze mit seiner Ehefrau und der „Theaterclique“ des Schützenvereins Heyen bereits zum fünften Mal bei einer Premiere der Bremker Laienspieler dabei. Auch die Brüder Philipp und Florian Lohmann (13 und 11 Jahre alt) verpassen seit einigen Jahren keine der Aufführungen in Bremke.

Wer also wissen möchte, warum „Herbi“ nach fünf Zäpfchen Sodbrennen bekommt oder warum ein Vulkan die Reise von „Orpheus“ nach Escot verhindert, hat noch zweimal die Möglichkeit, sich das Theaterstück anzuschauen. Am heutigen 15. März wird um 19.30 Uhr in Bremke Theater gespielt, bevor am Samstag, 16. März, um 19 Uhr die vorerst letzte Aufführung mit anschließender Theaterparty und musikalischer Unterhaltung durch Tobias Babst stattfindet. Karten gibt es bei Antje Kohlenberg (Tel. 05533/6154) und im Haller Nahkauf.

Gelungenes Täuschungsmanöver: Benito (Uwe Henze) schlüpft für Gundi (Simone Schmidt) und Hans (Frank Kohlenberg) auch schon mal in Frauenkleider...rbo



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?