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Derzeit kein Kontakt zwischen Eigentümerin und Stadt

Strandhotelkauf auf Eis gelegt

BODENWERDER. Die Weserpromenade soll bald für einige Hunderttausend Euro hübsch gemacht werden. Doch dort gibt es noch einen Schandfleck, der seit Jahren das Bild stört – das ehemalige Strandhotel. Die Stadt wollte es kaufen, doch aktuell sieht es nicht nach einem Eigentümerwechsel aus.

veröffentlicht am 28.01.2018 um 15:26 Uhr

Am Strandhotel tut sich vorerst nichts. Foto: wfx

Autor:

Maike Schaper
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„Zwischen der Eigentümerin und der Münchhausenstadt gibt es keinen Kontakt“, antwortet Stadtdirektorin Tanya Warnecke zum Stand der Dinge. „Wir wollten es kaufen, aber die Eigentümerin wollte es nicht verkaufen. Ich konzentriere mich jetzt auf die Weserpromenade.“

Das Strandhotel steht bereits seit 1999 leer und verfällt zusehends. Für die Weserpromenade ist es störend. Bereits Warneckes Vorgänger, der ehemalige Stadtdirektor Joachim Lienig führte Verhandlungen mit der Eigentümerin über den Kauf des maroden Gebäudes. „Ich nehme doch kein Geld für die Weserpromenade in die Hand und habe dann dort einen Schandfleck stehen“, erklärte Joachim Lienig vor fast zwei Jahren gegenüber unserer Zeitung. Doch der Verkauf an die Stadt kam schon damals nicht zustande. „Die Eigentümerin hat auf unsere Briefe und Anrufe nicht mehr reagiert“, erzählte Lienig.

Dann „erbte“ Warnecke die Strandhotel-Problematik. Anfang vergangenen Jahres wirkte die neue Stadtdirektorin noch zuversichtlich, dass sich nun in Sachen Strandhotel etwas bewegen würde. Es habe sogar eine Einigung bezüglich des Kaufpreises gegeben, berichtet Warnecke, aber ein Verkauf sei dann doch nicht zustande gekommen. Einen angesetzten Notartermin habe die Eigentümerin des Hotels nicht wahrgenommen. Warum, das wisse sie nicht, meint Warnecke.

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„Es wäre schön gewesen, wenn wir es in diesem Jahr hätten abreißen können, aber wie viele Jahre wollen wir noch warten?“, fragt Warnecke. „Wir haben alles gegeben im letzten Jahr.“ Irgendwann sei ein Punkt erreicht, an dem das Projekt Weserpromenade ohne die Eigentümerin des Strandhotels weitergebracht werden müsse.

Eine komplette Absage will Warnecke der Dame aber auch nicht erteilen. „Wenn die Eigentümerin ernsthaftes Verkaufsinteresse hegt, dann sind wir zu Gesprächen bereit, ansonsten steht es im Moment nicht auf meiner Tagesordnung, die Immobilie zu kaufen.“

Hätte die Stadt die Immobilie erworben oder würde es in Zukunft, so sei ein Abriss übrigens möglich, sagt Warnecke. Vor einiger Zeit schwebte noch die Frage im Raum, ob die Stadt als Eigentümer das Strandhotel abreißen könnte, oder von ihr erwartet würde, die denkmalgeschützte Immobilie zu erhalten.



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