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Ottenstein erhöht Abgaben für Grund und Gewerbe

Steuern steigern

OTTENSTEIN. Die Einwohner des Fleckens Ottenstein müssen ab dem kommenden Jahr tiefer ins Portemonnaie greifen – die Gemeinde erhöht die Steuern. Bisher liegen die Steuerhebesätze für Grund und Gewerbe einheitlich bei 325 Prozentpunkten und damit nicht nur in der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle sondern sogar niedersachsenweit mit am unteren Ende, wie Bürgermeister Manfred Weiner (CDU) auf der vergangenen Sitzung des Gemeinderates betonte. Zum ersten Januar 2018 werden die Steuersätze nun um 15 Prozentpunkte angehoben, wie es der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Mittwochabend mehrheitlich beschlossen hat.

veröffentlicht am 21.09.2017 um 17:18 Uhr
aktualisiert am 21.09.2017 um 18:26 Uhr

Ab dem kommenden Jahr müssen die Ottensteiner höhere Abgaben zahlen. Foto: ms
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Die Abstimmung lief allerdings nicht ohne vorherige Diskussion ab, in der zunächst Heinrich Timmermann (CDU) erklärte, kein Freund von Steuererhöhungen zu sein, diesen Schritt aber schließlich doch befürwortete. Durch eine Steuererhöhung gehe der Rat einen Schritt auf die Samtgemeinde zu. „Es hilft unserer Region“, so Timmermann, der mit seiner Entscheidung für Steuererhöhungen nicht zuletzt auch an das anstehendende Seniorenprojekt denkt.

Kein Freund von Steuererhöhungen zu sein, darin stimmte auch Andreas Siegmann (CDU) mit Timmermann überein. „Schon bei der letzten Steuererhöhung haben wir dem nur unter dem Vorbehalt zugestimmt, dass die Steuern auch mal wieder gesenkt werden, wenn es Ottenstein besser geht“, so Siegmann, der resümiert, dass dies wohl bereits die vierte Steuererhöhung sei, seit er im Gemeinderat sitze. Zudem erinnert er an die hohen Beträge, die in den vergangenen Jahren bereits aus Ottenstein abgeschöpft worden sind. „Wir haben kein Einnahmenproblem in der Gemeinde Ottenstein, sondern ein Umlagenproblem.“ Das Geld gehe in Solidargemeinschaften auf. „Wir werden um diese Steuererhöhung sicher nicht drum rum kommen, in Ordnung ist sie trotzdem nicht“, findet Siegmann, der als einziges Ratsmitglied gegen die Steuererhöhung stimmte. Karin Farries (Grüne) enthielt sich. Die restlichen Ratsmitglieder – mit Ausnahme des fehlenden Mario Tresca (CDU) – stimmten dafür.

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