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Vom alten Grohnder Bahnhof aus wollen sich Gleisbauer Richtung Kemnade vorarbeiten

Start für Streckensanierung

GROHNDE/BODENWERDER. Schweres Gerät und zwischengelagertes Baumaterial im alten Grohnder Bahnhof beweisen: Die Bahnstreckensanierung Emmerthal–Bodenweder/Kemnade hat begonnen. Wie Jörg-Peter Kölling, Geschäftsführer der mit 50 Prozent an der an Lammert + Reese beteiligten WRM-Reese Unternehmensgruppe berichtet, ist der Grohnder Bahnhof Materialzwischenlager für die Montagetrupps, die, sobald es die Witterung zulässt, mit der Streckensanierung zwischen Emmerthal und Kemnade beginnen sollen.

veröffentlicht am 17.01.2017 um 16:35 Uhr

Derzeit sind die Gleisbauer mit den Vorarbeiten für die Sanierung der alten VEV-Bahnstrecke auf dem alten Grohnder Bahnhof beschäftigt. Foto: joa
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Die gesamte Gleisstrecke zwischen Grohnde und Bodenwerder wird einschließlich der Bahnübergänge in den nächsten Monaten erneuert. 9,8 Kilometer Gleisbett und Schwellen sind aufzunehmen, Schienenprofile auf den heutigen Stand zu bringen. Kölling: „Aus derzeitiger Sicht soll die Strecke ab 1. Juli des Jahres wieder befahrbar sein.“ Damit die Kieszüge am Kieswerk beladen werden können, müssen anschließend noch die Verladeeinrichtungen am Werk in Kemnade gebaut werden, so der Geschäftsführer, der auch bestätigt, dass aller Voraussicht nach noch 2017 die ersten Schwertransporte über das revitalisierte Gleisbett Richtung Norden rollen sollen. Fortan werden dann im Schnitt drei Kies-Züge pro Woche auf der Strecke verkehren. Jede Zugfahrt wird dabei etwa 100 Lkw-Fahrten ersetzen, die jetzt noch zum Großteil über die Bundesstraße 83 gehen.

Die Firma Lammert+Reese hatte die alte VEV-Strecke Emmerthal–Bodenwerder 2015 gekauft, um diese für ihre Kies- und Sandtransporte aus dem Gewinnungsgebiet Kemnade/Hehlen wieder für den öffentlichen Schienen-Güterverkehr nutzbar zu machen. Inklusive Anschlussgleis und Verladeeinrichtung wird das Unternehmen rund 7 Millionen Euro in die langfristige Standort- und Zukunftssicherung seines Rohstoff-Betriebes in Bodenwerder/Kemnade investieren.

Die anstehenden Arbeiten am Bahnkörper und am Gleisnetz werden von der ARGE (Arbeitsgemeinschaft) Wilke, Matthäi & Stefen ausgeführt. Allesamt sind mittelständische Bahnbauunternehmen. Die Planung und Bauüberwachung wird von der Osthannoverschen Eisenbahn (OHE) geleistet.

Wie der Geschäftsführer der WRM-Reese-Unternehmensgruppe weiter ankündigt, wird der alte Verladebahnhof in Grohnde, der derzeit Basislager für die Gleissanierungen ist, später als Kuppelstelle für die Kieszüge genutzt werden. Auf dem Abschnitt Bodenwerder-Grohnde können aufgrund der Steigungen vermutlich nur beladene Halbzüge verkehren, sodass hier für jede Tour zunächst zwei Fahrten in dieser Richtung angesetzt werden müssen. Die Halbzüge werden dann im Bahnhof Grohnde für die Weiterfahrt Richtung Norden zusammengekoppelt. Die Leerzüge können jedoch komplett in Bodenwerder/Kemnade zugestellt werden.

Erst Ende 2012 war ein Aufschrei durch Grohnde gegangen, als Pläne des auch in Bodenwerder ansässigen Kieswerkes Ernst Müller GmbH & Co. KG laut geworden waren, das Unternehmen plane, die Verladestation an der Bahnstrecke als Umschlagsstation von jährlich 2400 Kies-LKWs auf die Schiene zu bringen. Grohnde wäre dann zur Umschlagstation von 60 000 Tonnen Kies von der Straße auf die Schiene geworden. Wie Jörg-Peter Kölling schon zuvor versicherte, soll im Bahnhofsgelände Grohnde keine befürchtete Kies-Umschlagstation gebaut werden. Von daher sind etwaige Befürchtungen der Anwohner gegenstandslos.



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