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Länder stellten sich kulinarisch vor

Städtische Kindertagesstätte feiert fünfjähriges Bestehen

BODENWERDER. Den fünften Geburtstag der Krippe der Städtischen Kindertagesstätte feierten Erzieher, Kinder und Eltern mit einem fröhlichen Herbstfest. Zu diesem Anlass hatte sich das Kita-Team um Leiterin Marie-Luise Lages vorgenommen, Familien aus anderen Herkunftsländer eine Gelegenheit zu geben, sich und ihre Länder einmal ganz besonders vorzustellen. Das gelang mit einem Stand voller kulinarischer Köstlichkeiten aus Rumänien, Schweden, Tschetschenien, Pakistan, Somalia, Syrien, Libanon und der Türkei ganz ausgezeichnet!

veröffentlicht am 18.09.2017 um 19:18 Uhr

Marie-Elen Pister mit Papa Alexander und Viola Schneider mit Mama Alina beim Schubkarrenrennen. Foto: kk
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Karin Küster Reporterin
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Zehra Tahmazoglu hatte die anderen ausländischen Mütter im Vorfeld angesprochen und für das Kochen und Backen für das Herbstfest gewinnen können. „Das war schon wegen der Sprache schwer!“, bemerkt die türkische Mitorganisatorin, denn die Verständigung in deutscher Sprache ist bei den meisten Müttern noch mühsam. An einem anderen Stand wurden Pellkartoffeln mit Quark angeboten. Die verwendeten Kartoffeln hatten 20 der älteren Kindergartenkinder vor einigen Wochen beim Biohof Bossow in Pegestorf eigenhändig und mit viel Begeisterung aufgesammelt.

Bodenwerders Bürgermeisterin Tanya Warnecke überbrachte nicht nur die Grüße der Münchhausenstadt, sondern hatte auch einen riesigen Geschenkkarton mitgebracht, der leichte, weiche Großbausteine enthielt. Die Kita-Kinder und Erzieher bedankten sich mit einem Kinderlieder-Medley, das die Sprachbeauftragte Anna Krüger mit ihnen einstudiert hatte, eine Strophe sogar auf Kurdisch!

Ein Rahmenprogramm rundete das Herbstfest ab: Zielwerfen, Schminken, Seifenblasenmaschine, Schubkarrenrennen, eine Aktion für den Tastsinn (Edelsteine im Sand suchen) und ein Theaterspiel.

Die Kita Bodenwerder nimmt an dem dreijährigen Programm „Sprach-Kita“ teil, das das Bundesministerium für Familie ins Leben gerufen hat. Dabei geht es um die sprachliche Begleitung im Alltag. Anna Krüger fördert in Zusammenarbeit mit Erziehern und Eltern als „Fachkraft für sprachliche Bildung“ die Anwendung der (deutschen) Sprache. Das geschieht, indem Sprache nicht etwa geübt, sondern lediglich häufig und richtig angewendet wird: „Nicht üben – nur benutzen!“, macht Anna Krüger deutlich.

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