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Haushalt 2018 ausgeglichen / Gelder fließen auch in die Weserpromenade

Stadt investiert 870 100 Euro

BODENWERDER. Für das kommende Jahr konnte es die Münchhausenstadt wieder schaffen: der Ergebnishaushalt 2018 ist ausgeglichen. Erträge von 5 658 900 Euro stehen Aufwendungen in gleicher Höhe gegenüber. Kämmerer Michael Helmig weist allerdings darauf hin, dass der Haushalt zwar ausgeglichen werden konnte, es in den Folgejahren aber schwierig werden könnte, wenn sich die Rahmenbedingungen wie beispielsweise die Höhe der Samtgemeindeumlage oder andere Gegebenheiten änderten. Helmig warnt, dass man sich Gedanken machen müsse, wie man den Haushalt in den Folgejahren ausgleiche.

veröffentlicht am 15.12.2017 um 19:08 Uhr
aktualisiert am 15.12.2017 um 21:00 Uhr

Die Weserpromenade ist einer der größeren Posten, für den die Münchhausenstadt in 2018 Gelder zur Finanzierung einplant. Foto: Archiv
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Ein ausgeglichener Haushalt, „das hört sich zunächst einmal gut an und jeder und jedem von uns ist sicherlich ein Stein vom Herzen gefallen, dieses zu hören“, sagt Martina Sudhof-Werner, die Vorsitzende der CDU/FDP-Fraktion. Sie macht in ihrer Rede aber auch klar, dass sie als Ort für künftige Einsparungen eher die Samtgemeinde- und auch die Kreisebene sehe: Die Ratsmitglieder müssten „daran arbeiten, in der Samtgemeinde und auch auf Kreisebene – ebenso wie in den vergangenen Jahren – deutlich zu machen, dass Einsparpotenziale dort generiert werden müssen.“

Rudolf Hansmann, der Fraktionsvorsitzende der SPD, blickt abwartend in die Zukunft: „Wir müssen abwarten, was die Zukunft noch bringt“, sagt Hansmann und weist darauf hin, dass mit sinkender Einwohnerzahl auch die Gelder weniger würden, die die Stadt vom Land Niedersachsen bekommt (Schlüsselzuweisungen). Zudem gehe ein großer Teil von Bodenwerders Einnahmen durch Samtgemeinde- und Kreisumlage wieder aus der Kasse raus, was auch Sudhof-Werner ansprach. Die Stadt, so Hansmann, habe nicht viele Möglichkeiten zu agieren. „Eigentlich können wir nur die Steuern erhöhen“, aber weit gehe die Stellschraube auch nicht mehr nach oben, oder, so Hansmann, müsste man „mit Schmerzen“ die Ausgaben senken.

Diese Investitionen, die wir hier tätigen,tragen dazu bei, Werte zu schaffen, und Aufträge, die wichtig für unsere Region sind, zu vergeben.

Martina Sudhof-Werner, Vorsitzende der CDU/FDP-Fraktion im Rat der Münchhausenstadt

Die Münchhausenstadt gibt im Bereich des Finanzhaushaltes an Investitionen im kommenden Jahr 870 100 Euro aus. An Einnahmen stehen diesen 257 200 Euro gegenüber. Doch durch noch vorhandene finanzielle Mittel brauche die Stadt keine neuen Kredite aufzunehmen, heißt es von Kämmerer Helmig. Für das kommende Jahr sind an größeren Investitionen etwa 465 000 Euro für die Weserpromenade im Haushalt eingeplant oder 70 000 Euro für den Wohnmobilstellplatz, um nur einige zu nennen.

„Eine Vielzahl von Aufgaben gilt es, zu bewältigen“, sagt Sudhof-Werner. Leider seien die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel knapp, aber in kleinen Schritten könne man auch zum Ziel gelangen. So führte sie als Beispiel den Straßenbau an. Mit 50 000 Euro sei der Ansatz sehr gering. Hiermit könnten gerade mal die notwendigsten Ausbesserungsarbeiten erledigt werden. „Nun könnte man sagen, es werden nur 50 000 Euro für die notwendigen Reparaturen ausgegeben, aber für die Weserpromenade und den Wohnmobilstellplatz ist Geld vorhanden“, sagt Sudhof-Werner und begründet: „Diese Investitionen, die wir hier tätigen, tragen dazu bei, Werte zu schaffen, und Aufträge, die wichtig für unsere Region sind, zu vergeben. Diese Bauvorhaben werden auch gefördert, sodass wir seitens der Münchhausenstadt die Gegenfinanzierung vornehmen und somit unsere Geldmittel – platt ausgedrückt – vervielfältigen.“

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