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Gotteshaus verlässlich geöffnete Kirche

St. Michael als Ort der Besinnung und Begegnung

Kirchbrak (fhm). Am Eingang der Michaels-Kirche in Kirchbrak prangt jetzt das Signet der „verlässlich geöffneten Kirche“.

veröffentlicht am 03.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:41 Uhr

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Nach dem Gottesdienst wurde das Zeichen durch die Lektoren Adolf Meier und Sabine Bächler angebracht. „Es war ein einhelliger Kirchenvorstandsbeschluss“, freute sich Pastorin Ann-Kathrin Bode über das neue Angebot, das von den Kirchenvor-

stehern im wöchentlichen Wechsel garantiert wird.

„Mittelpunkt einer lebendigen Gemeinde“

Vom 1. April bis 30. September ist die Michaels-Kirche täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. „Wir haben uns zu diesem Angebot entschlossen, um unsere Kirche für Besucher und gerade Pilger offen zu halten“, erläuterte Adolf Meier. Kirchbrak liegt am Pilgerweg Loccum-Volkenroda. Die Kirchenvorstände Carola Bartsch und Ingrid Dittner bestätigten die Aussage Meiers. „Unser Angebot gilt für alle Menschen, die einfach nur die Kirche anschauen wollen oder vielleicht auf der Suche nach Ruhe und Begegnung mit Gott sind.“

Wer ein solches Signet für „verlässlich geöffnete Kirchen“ aufhängen will, der muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die von der evangelischen Landeskirche Hannover überwacht werden. So müssen Mindestöffnungszeiten gewährleistet sein, Informationen über die Kirche und Gemeindearbeit ausliegen und dazu muss die Kirche „in einem einladend geordneten Zustand“ sein, wie es in den Bedingungen heißt. In Kirchbrak gab es überhaupt keine Probleme, diese Voraussetzungen zu erfüllen und die Bestätigung von der Landeskirche zu bekommen. Die Kirchengemeinde schloss einen eigenen Vertrag mit der Landeskirche, in der sie sich zur Einhaltung der Bedingungen verpflichtet.

Entstanden ist das Signet für „verlässlich geöffnete Kirchen“ im Fachausschuss Kirchen- und Klostertourismus im Haus kirchlicher Dienste der Landeskirche Hannover. Schon in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde bei vielen Menschen der Wunsch immer größer, Kirchen zu besuchen und zu betrachten. Einerseits entstand diese Nachfrage im Bereich des Tourismus, andererseits aber auch bei Menschen auf der Suche nach Ruhe- und Gebetsräumen.

Das Prinzip der „verlässlichen Kirche“ wurde 1999 festgeschrieben und mit einem Ideenwettbewerb verbunden. Der Entwurf der Grafikerin Petra Hille-Dallmeyer gewann den Wettbewerb. Ihr Entwurf ist heute das Logo der „verlässlich geöffneten Kirche“.

Im Mai 2000 wurden die ersten 75 Signets an Kirchengemeinden in der Landeskirche Hannover vergeben. Inzwischen sind Kirchen gefolgt, so in der Braunschweigischen und Oldenburgischen Landeskirche, in der Kirchenprovinz Sachsen, in der Landeskirche Anhalts, in Thüringen, den Kirchen von Westfalen, Rheinland und Kurhessen-Waldeck sowie in Baden und Württemberg. Im Landkreis Holzminden gab es bisher mit der Lutherkirche in Holzminden und der Markuskirche in Silberborn zwei „verlässlich geöffnete Kirchen“. Jetzt ist Kirchbrak auch dabei.

Seinen Glückwunsch zur Verleihung des Signets überbrachte auch Kirchbraks Bürgermeister Wilhelm Brennecke. Er lobte die Initiative des Kirchenvorstands. Die Michaels-Kirche in Kirchbrak sei der Mittelpunkt einer lebendigen Gemeinde, ein Ort der Besinnung und Begegnung. Er freue sich über dieses neue Angebot im Ort.

Adolf Meier (links) und Carola Bartsch freuen sich über das Signet der „verlässlich geöffneten Kirche“. Bürgermeister Wilhelm Brennecke, Sabine Bächler, Ingrid Dittner und Pastorin Ann-Kathrin Bode (oben, von links) freuen sich über das neue Angebot.



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