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Kinder gehen jetzt nach Ottenstein – dort könnten noch mehr Kita-Plätze entstehen

Spielkreis Lichtenhagen geschlossen

LICHTENHAGEN. Am Ende waren es zu wenig Kinder: Der Kinderspielkreis Lichtenhagen wurde zum neuen Kindergartenjahr nicht mehr geöffnet. „Es waren nur noch drei Kinder dort. Die gehen jetzt in den Kindergarten nach Ottenstein“, sagt Bürgermeister Manfred Weiner.

veröffentlicht am 13.08.2018 um 10:04 Uhr

Der Spielkreis in Lichtenhagen ist geschlossen. Gemeindebürgermeister Manfred Weiner stellt allerdings eine Nachnutzung des Gebäudes in Aussicht. Foto: MS
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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Der Gemeinderat hatte vor den Ferien die Schließung des Kinderspielkreises Lichtenhagen beschlossen. Die Fachkraft habe eine Stelle im Kindergarten Ottenstein erhalten. Von den Kosten her sei die Einrichtung mit Lese- und Kuschelecke, einem Gruppenraum mit Küchenecke, Frühstückstisch, Puppenstube und Bauteppich sowie einem großen Bewegungsraum nicht mehr tragbar gewesen. Maximal zehn Kinder wurden hier in der Zeit von 8 bis 12 Uhr zeitgleich betreut. Natürlich, so sagt Bürgermeister Weiner, sei er traurig über die Schließung. Aber man müsse auch wirtschaftlich denken.

Den Ottensteiner Kindergarten besuchen derzeit 23 Kinder, zwei Plätze sind so frei. „Es wird sicherlich noch voll werden“, sagt Weiner – und freut sich darüber, dass die eigene Einrichtung nur mit Kindern ab 3 Jahren aus Ottenstein und Lichtenhagen belegt ist. In den vergangenen Jahren besuchten auch Jungen und Mädchen aus Grave, Hehlen, Brökeln und Lüntorf den Kindergarten Ottenstein. In Grave gibt es seit diesem Sommer allerdings wieder eine eigene Kindertagesstätte. Angst, dass seine Einrichtung einmal nicht ausgelastet sein wird, hat Weiner nicht. Im Gegenteil: „Es ist noch Nachfrage da.“

Der Kindergarten Ottenstein, auch als Kinderhaus bezeichnet, wurde 1988 neu gebaut für damals 600 000 Mark. Man hätte damals auch noch größer bauen können, um bis zu 50 Kinder unterbringen zu können. Derzeit können bis zu 25 Kinder im Ottensteiner Kindergarten von zwei Erzieherinnen in der Zeit von 7.30 bis 13 Uhr betreut werden – „wir können aber noch Platz für mehr Kinder schaffen“, so der Bürgermeister. Derzeit ist die Gemeindebücherei noch in den Räumen des Kindergartens untergebracht; zieht diese um, zum Beispiel ins geplante Seniorenquartier, gebe es die Möglichkeit, mehr Bedarf anzumelden. Denn Weiner plant weiter für die Zukunft.

Apropos: Was aus den Räumlichkeiten des Spielkreises Lichtenhagen wird, steht derzeit noch nicht abschließend fest. „Eine Nachnutzung ist aber in Aussicht“, betont der Bürgermeister und verspricht: „Wir werden die Räumlichkeiten weiterhin verwenden.“ Einen Leerstand werde es in Lichtenhagen somit nicht geben.



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