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Bodenwerder an flexibler Sperrmüllabholung interessiert

Sperrmüll-Sammlung bald auf Abruf?

BODENWERDER. Soll der Sperrmüll in der Münchhausenstadt Bodenwerder bald auf Abruf abgeholt werden statt wie bisher zu festen Terminen? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich der Bauausschuss jüngst. Die Sperrmüllabfuhr auf Abruf wird in der Kernstadt von Holzminden bereits seit Januar vergangenen Jahres von der Abfallwirtschaft Holzminden (AWH) angeboten

veröffentlicht am 13.03.2018 um 16:01 Uhr

Wer in der Münchhausenstadt seinen Sperrmüll loswerden will, könnte sich bald nicht mehr an vorgegebenen Abholterminen orientieren müssen. Foto: Bilderbox
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Dort sei man damit bisher zufrieden, meint AWH-Betriebsleiter Dr. Dirk Brinkmann, der bei der Ausschusssitzung für Fragen zur Verfügung stand. Eine Abfuhr auf Abruf hätte zudem die Vorteile, dass weniger ungebetene Sperrmüllsammler durch die Ortschaften ziehen würden und außerdem die Bodenwerderaner gleich beraten werden könnten, wenn eine Sperrmüllabholung telefonisch angemeldet wird. So soll von vornherein vermieden werden, dass nicht als Sperrmüll geltende Sachen bereitgestellt werden. Die Wartezeit auf einen Termin betrage bisher etwa vier Wochen nach den Erfahrungen im Stadtgebiet von Holzminden, erklärt Dr. Brinkmann. In Bodenwerder wird der Sperrmüll bisher an drei festgesetzten Terminen im Jahr abgeholt.

Alternativ zur telefonischen Anmeldung kann die Sperrmüllabfuhr auf Abruf auch online, per Mail, Fax oder Brief bestellt werden. Es werden nur Gegenstände mitgenommen, die zuvor auch angemeldet wurden. Bis fünf Tage vor dem vereinbarten Abfuhrtermin können noch weitere Gegenstände gemeldet werden.

Die Initiative zur Umstellung der Sperrmüllabholung in Holzminden ging von der Stadt und dem Stadtmarketing aus und wird durch die AWH im Rahmen eines Modellversuchs umgesetzt.

Seitens der hiesigen Verwaltung wurde geprüft, ob diese Variante auch für die Samtgemeinde Bodenwerder-Polle interessant sein kann, und ob Interesse am Holzmindener Modell besteht. Dazu gab es Rückmeldungen aus sechs Gemeinden. Zwei Gemeinden hätten Interesse daran bekundet, vier Gemeinden tendierten zum bisherigen Modell, heißt es aus der Verwaltung. Vier weitere Gemeinden hätten keine Rückmeldung gegeben. Die AWH sei bereit, das Projekt mit den beiden interessierten Mitgliedsgemeinden umzusetzen, sofern sich auch die Münchhausenstadt Bodenwerder daran beteiligt. Die Teilnahme soll zunächst für die Dauer eines Jahres festgelegt und getestet werden.

Von den Mitgliedern des Bodenwerderaner Bauausschusses wurde der Vorschlag diskutiert und unter anderem auf positive Erfahrungen mit diesem Modell hingewiesen. Beispielsweise erfolgt die Sperrmüllabholung auf Abruf auch bereits im Nachbarlandkreis Hameln-Pyrmont. Im Ergebnis sprach sich der Bauausschuss mit vier zu zwei Stimmen für eine Abholung nach dem Holzmindener Modell aus. Weitere Entscheidungen liegen beim Betriebsausschuss der Abfallwirtschaft Holzminden.

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