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Bodenwerder zur geplanten Einschränkung der Sonderöffnungszeiten

Sonntagseinkauf in Gefahr?

BODENWERDER. Sonntags einkaufen? Für viele Städte und Geschäftsleute ist ein solches Angebot ein lohnendes Zubrot. Einschränkungen durch eine mögliche Verschärfung des Gesetzes über Ladenöffnungs- und Verkaufszeiten träfe Bodenwerder nicht. Laut Samtgemeindebürgermeister Joachim Lienig sei man mit der derzeitigen Anzahl zufrieden.

veröffentlicht am 23.06.2016 um 18:32 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:33 Uhr

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Autor:

Paul Kopf
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Das Öffnen der Läden außerhalb von Werktagen sorgt aber auch immer wieder für Diskussions- und gar Zündstoff, wie zuletzt in Hameln, als es um die Frage ging, ob ausgerechnet am Muttertag geshoppt werden muss – sind doch unter den Verkäuferinnen eben viele Mütter, die dann, statt einen freien Tag zu genießen, arbeiten müssten.

Und auch von anderer Seite bekommt das Thema neuen Wind: Nach einer erfolgreichen Klage der Gewerkschaft ver.di im Oktober 2015 gegen die Citygemeinschaft Hannover will die niedersächsische Landesregierung künftig mehr einschränken: Der Plan für einen neuen Gesetzesentwurf sieht vor, in Zukunft die Feiertage 1. Mai, 3. Oktober und den 27. Dezember nicht als Veranstaltungstage für die Einkäufe außer der Reihe zuzulassen, wie bisher nur bei kirchlichen Feiertagen üblich. Offen ist dabei noch, welche weiteren Regelungen dies mit sich ziehen könnte, wenn in diesem Sommer das Kabinett über den Entwurf abstimmt.

„In einem ordentlichen touristischen Zusammenhang machen sie Sinn und lohnen sich“, meint Bodenwerders Samtgemeindebürgermeister Joachim Lienig zu den offenen Sonntagen. Er ist mit der derzeitigen Anzahl zufrieden. Der touristische Bezug sei beim Münchhausen-Geburtstag und dem Fischmarkt gegeben. Für die Einheimischen allein lohne Angebot und Nachfrage eher nicht, schätzt er, das Einzugsgebiet und die vorhandenen Einkaufsmöglichkeiten benötigten keine erweiterten Öffnungszeiten.

Die Einschränkungen durch eine mögliche Verschärfung des Gesetzes über Ladenöffnungs- und Verkaufszeiten träfen Bodenwerder daher eher nicht. Außerdem betonte er, dass es sich bei der Regelung um eine Maßnahme des Arbeitsschutzes handelt, die er als durchaus sinnvoll erachte.

Bisher finden in der Münchhausenstadt die jährlich für jeden Ortsbereich zulässigen vier verkaufsoffenen Sonntage statt. Darüber hinaus bestehen unter Umständen allerdings auch noch weitere Chancen zur Öffnung der Geschäfte, aufgrund der – umgangssprachlich genannten – „Bäderregelung“ ( §4 Absatz 2 a NLöffVZG). Diese erlaubt Verkaufsstellen in Kur- und Erholungsorten, wie Bodenwerder, während der Zeit vom 15. Dezember bis 31. Oktober, mit Ausnahme des Karfreitags und des ersten Weihnachtsfeiertags, für die Dauer von täglich acht Stunden den Verkauf von Waren des täglichen Kleinbedarfs, Bekleidungsartikel und Schmuck, von Devotionalien sowie von Waren, die für den Ort kennzeichnend sind ermöglicht.

„Die Werbegemeinschaft Bodenwerder plant, weiterhin die vier im Terminkalender verankerten verkaufsoffenen Sonntage aktiv zu bewerben und mit ihren Mitgliedern ein einheitliches Bild nach außen abzugeben.

Dies beinhaltet gleiche Öffnungszeiten und die Teilnahme an gemeinschaftlichen Aktionen“, heißt es in der Pressemitteilung der Vertreter des Einzelhandels. Darüber hinaus empfiehlt der Vorstand seinen Mitgliedern im Rahmen der gesetzlichen Öffnungszeiten, an stark frequentierten Sonntagen das Geschäft mit dem entsprechenden Sortiment zu öffnen. Es werde aber keine gesonderte Werbung oder Aktionen dazu geben. Weitere Aktivitäten seien zumindest für dieses Kalenderjahr nicht geplant.



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