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Planungen 2020 vorgestellt

So soll der 300. Geburtstag des Barons gefeiert werden

BODENWERDER. Der 300. Geburtstag des Barons von Münchhausen soll in Bodenwerder gebührend gefeiert werden. Wie die Planungen für das große Münchhausenjahr 2020 – wenn auch momentan ohne Kulturbeauftragte (wir berichteten) – bisher aussehen, wurde jüngst im städtischen Kulturausschuss vorgestellt.

veröffentlicht am 13.05.2019 um 12:36 Uhr
aktualisiert am 13.05.2019 um 14:15 Uhr

Der Baron von Münchhausen ist 1720 in Bodenwerder geboren worden. 300 Jahre später soll sein Geburtstag in der Münchhausenstadt groß gefeiert werden. Foto: ms
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Losgehen soll es am Montag, 11. Mai 2020, mit einem Festakt in der Klosterkirche Kemnade, denn am 11. Mai 1720 wurde der berühmte Sohn der Stadt, Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen, in Bodenwerder geboren. Am darauffolgenden Wochenende von Freitag bis Sonntag sollen die Bürger ausreichend Gelegenheit bekommen, ihren Baron zu feiern. Für Freitag, 15. Mai, ist eine Open Air Veranstaltung in der Innenstadt geplant. Am Samstag, 16. Mai, wird eine Veranstaltung zum Münchhausen Geburtstag im Rathauspark folgen. Für Sonntag, 17. Mai, steht eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Märchenstraße im Kalender.

Nach den Feierlichkeiten im Mai geht es am Juniwochenende vom 5. bis zum 7. weiter. An diesem Wochenende wird das Felggenfest im Weserbergland stattfinden – in Bodenwerder steht natürlich auch das im Zeichen des Barons und wird samt Ritterlager, Konzert und Nachtwächterführungen gefeiert.

Eine weitere bekannte Veranstaltung, die auch im Münchhausenjahr nicht fehlen wird, ist Jazz im Park am Freitag, 26. Juni. Am restlichen Wochenende, also am Samstag, 27. Juni, und am Sonntag 28. Juni, soll ein Münchhausenmarkt mit kulinarischen Spezialitäten die Besucher locken sowie ein Bauernmarkt mit Einbindung der Museen des Weserberglandes.

Im Juli ist Fußballzeit. Vom 13. bis 26. Juli geht es in der Samtgemeinde um den Münchhausenpokal. Ausrichter ist der TSV Kemnade.

Weiter geht es im August mit einer Open Air Veranstaltung am Freitag vor dem Lichterfest, welches am Samstag, 8. August, stattfindet. Und schließlich wird im September bei der Münchhausen-Preisverleihung wieder eine prominente Persönlichkeit mit dem Preis geehrt, der im Geiste Münchhausens für besonderes Erzähl- und Unterhaltungstalent verliehen wird.

Der 300. Geburtstag des Barons von Münchhausen kann weiterhin als Anlass genutzt werden, Projekte zu starten, die weit über das Jubiläumsjahr hinaus wirken und dauerhaft auf den Baron von Münchhausen aufmerksam machen.

Stadtverwaltung zu den Planungen

Das 300. Geburtstagsjahr wird aber auch noch mit weiteren Schmankerln für Münchhausenfans geschmückt sein. So will das Bundesministerium für Finanzen eine 20 Euro-Silbermünze mit dem Thema 300 Jahre Münchhausen herausgeben und eine Briefmarke der Deutschen Post soll es auch geben. Die Sondermünze wird über die Bundesbank zum Verkauf angeboten und ist in Deutschland als Zahlungsmittel zugelassen. Die Briefmarke wird bei der Deutschen Post erhältlich sein, welche auch den Wert festlegt. Für die Briefmarke soll es ein Sonderpostamt im Münchhausenmuseum am Ausgabetag der Marke – wahrscheinlich der 7. Mai 2020 – und am Geburtstag (11. Mai) geben.

„Der 300. Geburtstag des Barons von Münchhausen kann weiterhin als Anlass genutzt werden, Projekte zu starten, die weit über das Jubiläumsjahr hinaus wirken und dauerhaft auf den Baron von Münchhausen aufmerksam machen“, heißt es aus der Verwaltung. So seien für Touristen und Gäste aus der Region offene Stadtführungen geplant, die auch schon ab diesem Jahr durchgeführt werden sollen. Von Mai bis Oktober samstags um 14 Uhr und zusätzlich in den Sommermonaten Juli bis Mitte September mittwochs um 14 Uhr, sollen die maximal einstündigen Führungen am Münchhausenmuseum starten, wo auch die Tickets dafür erworben werden können.

Als kulturelles Angebot ist eine Erlebnisführung mit Frau Nolte, der Haushälterin des Barons geplant. In einer szenischen Aufbereitung erzählt Frau Nolte vom Leben des Barons und der Bürger in Bodenwerder zur Zeit des späten 18. Jahrhunderts. Die Erlebnisführung mit Frau Nolte ist als offenes Angebot von Mai bis Oktober jeweils am letzten Samstag des Monats um 17 Uhr geplant.

Zudem plane die Brauerei Allersheim, eine eigene Biermarke zum Thema Münchhausen zu installieren, heißt es aus der Stadtverwaltung. Hierfür soll ein für die Zeit des 18. Jahrhunderts authentisches dunkles, naturtrübes Kellerbier als Fass- und Flaschenbier in der Bügelflasche angeboten werden. Auf dem Etikett werde der Baron auf der Kanonenkugel dargestellt und die Bezeichnung „Münchhausen Dunkel“ soll einen engen Bezug zum Baron und der Münchhausenstadt herstellen. Die Brauerei strebe einen Vertrieb in der ganzen Region über den Einzelhandel sowie als lokales Bier in der Gastronomie an.

„Um eine stärkere Identitätsbindung der Bürger mit der Stadt in der sie leben zu erreichen, könnten die Jubiläumsfeierlichkeiten dazu genutzt werden, einen positiven Bezug zur Tourismusmarke ‚Münchhausen‘ zu vermitteln“, so die Verwaltung weiter. „Zu diesem Zweck könnte etwas zum Anfassen mit nachhaltigem Nutzen bleiben vom 300. Geburtstag des Barons von Münchhausen.“ Die Vorstellung: Ein Objekt, eine Installation oder Einrichtung, die möglichst viele Bürger ansprechen soll und wofür alle an einem Strang ziehen, um deren Anschaffung zu realisieren. Alle Erlöse aus den Projekten und Veranstaltungen des Jubiläumsjahres sowie Spenden könnten in dieses Projekt fließen, heißt es, und den Bürgern eine bleibende Steigerung ihrer Lebensqualität in ihrer Stadt bescheren, die sie indirekt dem Geburtstag ihres Barons verdanken.

Nach Beendigung der Vorstellungen zum Münchhausengeburtstagsjahr durch die Stadt meldete sich auch Dirk Jablonski vom Verein „Moby Dick“ zu Wort. Dieser wolle 2020 wieder einen Fisch- und Herbstmarkt organisieren, aber auch ein Schützen-/Volksfest für die Bürger würde gut ankommen. Da sein Verein dies nicht noch zusätzlich stemmen könne, bietet er anderen Vereinen aber an, den Kontakt zu einem Veranstalter zu vermitteln, der das Equipment kostenlos zur Verfügung stellen würde. Dafür geht es laut Jablonski hauptsächlich darum, dass der gesuchte Verein den Hut aufsetzt und sein gutes Netzwerk in der Region nutzt, um andere Vereine zu bewegen, die Münchhausenstadt an diesem Tag zu besuchen.



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