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So kommen Sie gesund durch den Herbst

Bodenwerder (jhe). In der herbstlichen Jahreszeit zeigt sich das Wetter oft von seiner schlechten Seite. Es ist kalt, es regnet und der Wind pfeift um die Häuserecken – nie ist die Zeit günstiger, sich eine Erkältung einzufangen. „Das nasskalte Wetter schwächt den Körper, weil es ihn sehr auskühlt“, erklärt Hendrik Diepenbrock. Der Inhaber der Kur- und Rats-Apotheke weiß aber auch, wie sich jeder Mensch vor einer triefenden Nase und einem entzündeten Rachen schützen kann.

veröffentlicht am 19.10.2009 um 12:57 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 01:21 Uhr

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Bodenwerder (jhe). In der herbstlichen Jahreszeit zeigt sich das Wetter oft von seiner schlechten Seite. Es ist kalt, es regnet und der Wind pfeift um die Häuserecken – nie ist die Zeit günstiger, sich eine Erkältung einzufangen. „Das nasskalte Wetter schwächt den Körper, weil es ihn sehr auskühlt“, erklärt Hendrik Diepenbrock. Der Inhaber der Kur- und Rats-Apotheke weiß aber auch, wie sich jeder Mensch vor einer triefenden Nase und einem entzündeten Rachen schützen kann.
 „Ganz wichtig für das Immunsystem ist eine gesunde Ernährung mit Obst und vielen Vitaminen“, sagt der Apotheker. Vor allem Vitamin C sei sehr wichtig.
 Zwar scheiden sich immer noch die Geister darüber, ob Vitamin C die Abwehr tatsächlich stärke. Aber durch jahrelange Erfahrung habe Diepenbrock einen positiven Effekt erkennen können. „Vitamin C ist ein Antioxidanz – eine Substanz, die Schadstoffe aus dem Körper abfängt“, erklärt der Apotheker.
 Ein ebenso wichtiger wie einfacher Tipp, sich vor einem Infekt zu schützen, sei, „auf ausreichend warme Kleidung zu achten“, so Diepenbrock weiter. Gerade bei kalten Füßen geschehe es automatisch, dass sich bestimmte Blutgefäße verengten und beispielsweise die Nase nicht mehr richtig durchblutet werde. „Dann haben es Keime einfach, in den Körper zu gelangen“, erklärt der Apotheker. Bei einer „echten Virusgrippe“ hat der Betroffene aber kaum eine Chance: „Wenn die einen erwischt, dann wird man krank.“ Anders beim grippalen Infekt, der oft durch Bakterien ausgelöst werde, die jeder stets um sich habe. Bei geschwächten Abwehrkräften können die zum Teil auch körpereigenen Keime dann eine Infektion auslösen.
 Um das Immunsystem intakt zu halten, schwört Brigitte Niehaus auf viel Bewegung an der frischen Luft. „So sind auch Menschen, die draußen arbeiten, viel seltener krank, als die, die nur im Zimmer sitzen“, sagt die Inhaberin der Markt-Drogerie.
 Yvonne Beckstedde aus der Münchhausenapotheke sagt, dass auch ein Ausdauertraining „am besten im Freien“ sinnvoll sei, um die Abwehrkräfte zu stärken. Gleiches bewirke Wechselduschen, saunieren oder Kneipp-Kuren. Außerdem empfiehlt die Pharmazeutisch-technische-Assistentin, viel zu trinken und ein Wasserschälchen auf die Heizung zu stellen, damit die Schleimhäute nicht austrocknen. „Schleimhäute sind unser Abwehrsystem. Wenn sie trocken sind, können sich Bakterien und Viren leicht vermehren.“
 Ebenfalls schwäche Schlafmangel und Stress das Immunsystem. Becksteddes Tipp: „Ein schönes Bad bei 37 Grad, um den Stress abzubauen.“
 Trotz aller Vorsichtmaßnahmen wird immer mal wieder jemand aus dem Familien- oder Bekanntenkreis von einer Erkältung heimgesucht. In diesem Fall empfiehlt Brigitte Niehaus Umarmungen oder Hände schütteln zu vermeiden. Sie selbst habe ihr Schlafquartier in einen anderen Raum verlegt, als ihr Mann mal krank war. „Im Schlafzimmer ist es häufig warm und im Winter werden die Fenster über Nacht nicht aufgemacht. Da haben Bakterien und Viren eine lange Überlebensdauer.“
 Wenn die Erkältung einen selbst dann doch mal erwischt, können die Symptome laut Niehaus nur gelindert werden. Vom sofortigen Griff zu starken Medikamenten rät sie ab, wenn es sich um einen grippalen Infekt handelt: „Dadurch werden die Symptome nur unterdrückt und der Körper wird geschwächt.“ Niehaus: „Manchmal braucht der Körper einfach eine Erholungspause.“ Diese solle man ihm dann auch gönnen.



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