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Einwohner bringt das Thema Palettenmöbel erneut auf den Tisch – Politik wirbt um Verständnis

„So geht es nicht voran“

BODENWERDER. In Bodenwerder kennt das Thema wohl mittlerweile jeder: Palettenmöbel – ist ein Schlagwort in der Stadt geworden, das auch immer wiederkehrt. In den politischen Gremien der Münchhausenstadt hat nun erneut ein Bürger das Thema angebracht.

veröffentlicht am 07.06.2019 um 16:18 Uhr
aktualisiert am 07.06.2019 um 17:20 Uhr

Aus Palettenholz gebaute Möbel für ein Café hatten die Politiker in Bodenwerder in der Innenstadt abgelehnt. Foto: Pixabay
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Bereits im einige Zeit zurückliegenden Bauausschuss hatte sich eine Einwohnerin zu Wort gemeldet und sich für die Palettenmöbel ausgesprochen, die Café-Betreiber Lutz Goerigk in der Stadt aufgestellt hatte, aber nach einem Beschluss des Verwaltungsausschusses wieder abbauen musste. Nun äußerte sich erneut ein Einwohner in der Stadtratssitzung am Donnerstagabend und nutzte die Möglichkeit für Fragen, um sich nach den Palettenmöbeln zu erkundigen.

Zu den Gründen, warum diese verschwinden mussten, äußerten sich Verwaltung und Politik in der Ratssitzung nur spärlich. „Ein Beschluss aus einer nicht-öffentlichen Sitzung kann nicht vollumfänglich in der Öffentlichkeit vorgetragen werden“, argumentierte Stadtdirektorin Tanya Warnecke und bat dabei um Verständnis. Mit Café-Betreiber Goerigk habe die Stadt aber Gespräche geführt. Bodenwerders Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schmidt brachte unter anderem die unangemessene Positionierung der Palettenmöbel im Wegbereich als Argument in der Sitzung an.

Ich finde es traurig, dass Leute, die sich Gedanken machen, wie wir Leben, scheinbar Steine in den Weg gelegt bekommen.

Kevin Pollock, Einwohner

Fragesteller Kevin Pollock fand es hingegen befremdlich, dass nur bestimmte Möbel in der Innenstadt stehen dürfen und kritisierte: „So geht es nicht voran“. Weiterhin meint er: „Ich finde es traurig, dass Leute, die sich Gedanken machen, wie wir Leben, scheinbar Steine in den Weg gelegt bekommen.“ Dass die Gesprächsbereitschaft der Stadt bei innovativen Ideen durchaus da ist, betonte hingegen der stellvertretende Stadtdirektor Fred Burkert. „Es gehört nur zum vernünftigen Miteinander, dass man vorher ins Gespräch kommt“, so Burkert. Der Café-Betreiber Goerigk hatte die Möbel bereits aufgestellt, bevor er eine Genehmigung beantragt hatte. Für die Möbel gab es von der Stadt zunächst eine befristete Aufstellerlaubnis, bis der entscheidende Verwaltungsausschuss das nächste Mal zusammentrat und sich schließlich dafür entschied, die Palettenmöbel zu verbieten.

„Keiner will Goerigk Steine in den Weg legen“, meldete sich auch Ratsherr Alois Halper zu Wort. „Haben Sie ein Grundstück und sind Sie damit einverstanden, dass jemand was dahin stellt?“, fragte er zurück. „Wenn es vorher eine Genehmigung gibt, dann ja“, antwortete Pollock. „Eben. Und das ist der Punkt“, schloss Halper.



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