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Besondere Performance nach einem Roman von Fernand Pouilons

Singende Steine und meditative Klänge

KEMNADE. Das zweite Sommerkonzert der Reihe „Musik und Wort“ am kommenden Sonntag, 7. August, um 18 Uhr in der Klosterkirche St. Marien Kemnade entführt die Zuhörer in die Entstehungszeit der Klosterkirche.

veröffentlicht am 02.08.2016 um 18:11 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:26 Uhr

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Unter dem Motto „Singende Steine“ gibt es eine Performance nach einem Zisterzienser-Roman mit dem Schauspieler Walter Vogt und dem Musiker Thomas Weithäuser. Grundlage der Aufführung ist der Tagebuch-Roman des französischen Autors Fernand Pouilon, selbst Architekt und Kenner der ersten Zisterzienser-Klöster Europas. Fernand Pouillon (1912-1986) war nach dem Zweiten Weltkrieg ein viel beschäftigter und hoch dotierter Architekt. Daneben gab ihm eine Professur an der Universität seiner Heimatstadt Aix die Gelegenheit, die Zisterzienserbauten der Provence eingehend zu studieren. 1961 in einen Finanzskandal verwickelt, begann er in der Untersuchungshaft den Tagebuch-Roman „Singende Steine. Die Aufzeichnungen des Wilhelm Balz, Baumeister des Zisterzienserklosters Le Thoronet“, den er nach der Flucht im Versteck in Fiesole fortführte. Nach freiwilliger Rückkehr und vielen Entbehrungen wurde er schließlich freigesprochen und konnte ab 1964 in Algier wieder bauen. 1984 wurde er mit dem Kreuz der Ehrenlegion ausgezeichnet. Der Autor beschreibt aus der Sicht des Baumeisters die Entstehung einer Abtei in der Provence: Unter strenger Einhaltung der Ordensregeln mit dem Gebetsrhythmus rund um die Uhr, im Kampf mit Naturgewalten und anderen Widrigkeiten errichten die Mönche das Bauwerk, das über sich selbst hinausweist.

Von gregorianischen Gesängen inspirierte Improvisationen von Thomas Weithäuser auf verschiedenen Instrumenten eröffnen dem gesprochenen Wort meditative Klangräume und spannen einen musikalischen Bogen in die Gegenwart. Der Eintritt ist frei; am Ausgang wird um Spenden zur Finanzierung der Konzerte gebeten.



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