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Erlös aus dem Singen der Chöre geht in Schulprojekt

Singen fürs Trommeln

veröffentlicht am 22.12.2017 um 17:16 Uhr

Dobrawa Bieler, Svenja Vaupel und Christiane Klein präsentieren die Cajóns. Foto: kb
Beißner

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Karin Beißner Reporterin

BODENWERDER. In diesem Jahr muss das traditionelle Singen der Chöre den Zuhörern in der bis auf den letzten Platz besetzten Klosterkirche besonders gut gefallen haben, wie sonst ist die außergewöhnliche Spendenbereitschaft zu erklären.

Oder war es vielleicht die Ankündigung von Christiane Klein, die mit der Kantorei in diesem Jahr für die Veranstaltung verantwortlich war, dass das Geld für die Grund- und Oberschule gedacht ist und in Cajóns investiert werden soll? Solch eine Kistentrommel präsentierte sie gleich vor Ort, so dass sich jeder ein Bild von diesem Musikinstrument machen konnte. Mit der Summe von 1055,23 Euro konnte Christiane Klein jetzt Svenja Vaupel, Leiterin der Grundschule, und Dobrawa Bieler, Musiklehrerein an der Oberschule, überraschen.

Entstanden ist die Idee, Cajóns anzuschaffen aus dem im Sommer in Hildesheim aufgestellten Weltrekord im Kistentrommeln, 2528 Schüler trommelten zu „We will rock you“ von Queen. Mit dem Initiator, Ralf Dittrich – er ist ein früherer Weggefährte von Dobrawa Bielers Mann – ist bereits ein Termin noch in diesem Jahr vereinbart.

Gedacht ist, dass er zunächst interessierte Kollegen im Trommeln unterrichtet, die dann ihr Wissen und Können an die Schüler weitergeben. Dobrawa Bieler hat Erfahrungen mit dem Schlaginstrument und weiß, wie viel Spaß die Benutzung macht. Die Oberschule hatte in einer Projektwoche hölzerne Cajóns gebaut und die Schüler konnten es kaum erwarten, sie auszuprobieren. Die Grundschule ist im Besitz von sechs Kistentrommeln aus starker Pappe, die genau so effektiv sind, aber mit wesentlich preiswerter. Außerdem benötigen sie wenig Platz zum Lagern, sind gut zu transportieren, in zwei Minuten zusammengebaut und überall einsetzbar. „Wenn wir für jede Schule einen Klassensatz anschaffen könnten, wäre das phantastisch“, meint Svenja Vaupel. Und ihre Kollegin ergänzt: „Neben dem Spaß hat das gemeinsame Trommeln noch eine weitere positive Seite, dadurch, dass alle Kinder das gleiche Instrument spielen, trägt jedes gleichermaßen zum Gesamtbild bei und diese Gemeinsamkeit ist gut für die soziale Bildung einer Klasse.“ Sobald die neuen Cajóns da sind, kann mit dem Üben begonnen werden. Geplant ist, das Gelernte bei einem Konzert im Sommer zu präsentieren. Mit den vorhandenen Cajóns wird schon einmal geprobt, nicht nur die Klasse im Musikraum, auch die Kolleginnen und Christiane Klein müssen zeigen, was sie können. „Eins, zwei, tamtam“ schalt es durch den Raum und wer kein Instrument hat, schlägt den Rhythmus auf den Schenkeln mit. Die Vorfreude auf weitere Cajóns ist groß und die Spende aus der mehr als 40-jährigen Tradition, am dritten Adventssonntag mit gefühlvollen Liedern auf das Weihnachtsfest einzustimmen, ermöglicht die schnelle Umsetzung.

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