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Freundeskreis Münchhausen-Gutshof verhilft Grotte zu neuem Glanz / Werbung für Förderverein

Sie halten das Erbe des Barons hoch

Bodenwerder. Er ist immer zur Stelle, wenn es gilt, die Erinnerung an Bodenwerders großen Sohn Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen wach zu halten; sei es bei Anschaffungen für das Münchhausen-Museum oder bei der Organisation von Reisen zu den ehemaligen Wirkungsstätten des Barons in Russland oder im Baltikum. Der Freundeskreis Münchhausen-Gutshof e.V. ist seit seiner Gründung am 7. Februar 2001 immer wieder als Motor und Finanzier in Erscheinung getreten, wenn es darum ging, Bodenwerders wichtigsten Werbeträger ins rechte Licht zu rücken. Erst jetzt wieder, anlässlich des 250-jährigen Bestehens der Entstehungsstätte vieler Münchhausiaden, hat der rührige Verein dazu beigetragen, dass die Münchhausengrotte innen und außen frisch gestrichen wurde. Und beim „Tag des offenen Denkmals“, der am vergangenen Sonntag zahlreiche Gäste in das historische Berggarten-Haus des Barons gezogen hat, warb der Freundeskreis bei einem Glas „Geburtstagssekt“ um neue Mitglieder und für die Belange des Vereins.

veröffentlicht am 11.09.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:58 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Vorsitzender des derzeit 130 Mitglieder starken Zusammenschlusses von Münchhausen-Freunden ist Helmut Kühn. Der in Bodenwerder lebende Jurist und Richter am Amtsgericht Holzminden erinnert an die Anfänge des Vereins: Als sich 1999 abzeichnete, dass die seit Jahren leerstehende Zehntscheune des Münchhausenhofes zum Museum umgebaut werden sollte, regte der damalige Stadtdirektor Herbert Bröckel die Gründung eines Fördervereins an, der die Instandhaltung des neuen Museums sowie des ehemaligen münchhausenschen Gutshofes als Baudenkmal finanziell unterstützen kann. Schnell fand sich eine Gruppe vornehmlich von Bodenwerderanern zusammen, die mit einem Mindestjahresbeitrag von 10 Euro – freiwillig kann auch mehr gezahlt werden – dem Verein beitraten.

Im Laufe der Jahre konnte der Verein mithilfe der Mitgliedsbeiträge, aber auch mit Spendengeldern und Sponsoren, schon einiges für das Münchhausen-Andenken finanzieren, was sonst mit städtischen Mitteln nicht zu schaffen gewesen wäre, erklärt Vorsitzender Kühn: So wurden für das Museum spiegelfreie Vitrinen angeschafft und ein Münchhausen-Gemälde als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Bereits zwei Mal wurde mit einer Kulturnacht auf dem Museumshof etwas für die Bodenwerderaner und die Werbung für den Förderverein getan. Laut Kühn soll es im kommenden Jahr wieder ein „Kultur-Open-Air in kleinem Rahmen“ vor dem Museum geben. 2005, 2008 und 2010 richtete der Verein auf privater Basis Reisen an Münchhausens östliche Wirkungsstätten in Lettland, St. Petersburg und an der Wolga aus. Hierüber entstanden bereits zahlreiche Kontakte und gemeinsame Projekte mit russischen Münchhausen-Fans. Kühn: „Auch im kommenden Jahr ist wieder eine Reise nach Lettland geplant.“ Und auch Vortragsveranstaltungen von Münchhausen-Forschern aus ganz Europa wurden und sollen vom Freundeskreis immer wieder organisiert werden.

Freundeskreis-Vorsitzender Helmut Kühn ist stolz auf die jüngste Zuwendung des Vereins für einen Neuanstrich der 250 Jahre alten Münchhausen-Grotte.

Foto u.: Beim „Tag des offenen Denkmals“ erklärte Münchhausen-Experte Werner Koch den Besuchern die historischen Hintergründe des Bauwerks. wfx



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