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Das Thema Sicherheit steht im Fokus der Verantwortlichen des Lichterfestes ganz oben

Sicherheitskonzept für Lichterfest steht

BODENWERDER. Wenn am Samstag, 12. August, Tausende von Menschen – Bürger der Münchhausenstadt ebenso wie Gäste aus Nah und Fern – im Bereich des Weserufers unterwegs sein werden, um das 65. Lichterfest in Bodenwerder zu feiern, dann werden die Verantwortlichen von Polizei und Feuerwehr, des Ordnungsamts der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle sowie des Verkehrsvereins Bodenwerder-Kemnade als Veranstalter bereits im Vorfeld eigens für diesen Tag ein besonderes Sicherheitskonzept ausgearbeitet haben.

veröffentlicht am 01.08.2017 um 15:23 Uhr

Zum Lichterfest werden auch in diesem Jahr wieder Tausende Besucher erwartet. Foto: wfx
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Burkhard Reimer Reporter
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„Im Hinblick auf die Vorkommnisse der vergangenen Monate“, Bodenwerders Ordnungsamtsleiter Thomas Steffe bezieht sich damit auf die schrecklichen Terroranschläge, die die Menschen nahezu weltweit in Angst und Schrecken versetzt haben, „richten wir selbstverständlich ein ganz besonderes Augenmerk auf das Thema Sicherheit“. Gegenüber unserer Zeitung berichtet Steffe, wenn auch aus gutem Grund nicht in allen Einzelheiten, von einer „intensiven Planung“, bei der alle sicherheitsrelevanten Aspekte berücksichtigt worden seien.

So werde der private Sicherheitsdienst, der vom Veranstalter ohnehin gestellt werde, in diesem Jahr besonders intensive Einlasskontrollen durchführen, was dann allerdings an den Eingängen zum Lichterfestgelände auch zu Wartezeiten führen könne. „Ich gehe aber fest davon aus, dass die Besucher im Sinne ihrer eigenen Sicherheit Verständnis dafür aufbringen werden“, sieht Thomas Steffe darin noch den geringsten Grund zur Sorge. Zudem sei in enger Abstimmung mit der Polizei bereits jetzt dafür vorgesorgt worden, „dass das Veranstaltungsgelände großräumig abgesichert wird“.

Auch werde die Weser im Bereich des Lichterfestgeschehens für den privaten Bootsverkehr gesperrt sein. Darauf zu achten, dass das Durchfahrtverbot von den Freizeitskippern auch beachtet werde, sei eine Aufgabe, die im Zuständigkeitsbereich der Wasserschutzpolizei liege.

Bodenwerders Ordnungsamtsleiter Thomas Steffe hat die Sicherheitsmaßnahmen für das Lichterfest am 12. August akribisch aufgelistet. Foto: br
  • Bodenwerders Ordnungsamtsleiter Thomas Steffe hat die Sicherheitsmaßnahmen für das Lichterfest am 12. August akribisch aufgelistet. Foto: br

Zudem müssen Autofahrer am 12. August mit Straßensperrungen und Umleitungen rechnen, die wiederum in Absprache mit dem Straßenverkehrsamt des Landkreises eingerichtet werden. Ordnungsamtsleiter Thomas Steffe: „Dadurch auftretende Unannehmlichkeiten lassen sich leider nicht vermeiden. Ich kann nur um Verständnis dafür bitten, dass eine geregelte Verkehrsführung bei Großveranstaltungen dieser Art nicht anders möglich ist.“

Information

„Immer eine Herausforderung“

Viele fleißige Helfer sorgen beim Lichterfest in der Münchhausenstadt Bodenwerder dafür, dass alles möglichst reibungslos und ohne größere Vorkommnisse abläuft – darunter ist auch die Polizei.

„Nach dem Felgenfest ist vor dem Lichterfest“, sagt Hauptkommissar Dirk Schwarz. Er leitet die Polizeistation in Bodenwerder. Etwa zwei Monate Vorlauf nehme er sich für die Vorbereitungen. Es gibt Ortsbesichtigungen, Gespräche mit Veranstalter und Hilfskräften, Pläne werden erstellt, die Verkehrsführung koordiniert. Auch das Equipment muss rechtzeitig vor Ort sein und Personal aus anderen Dienststellen in Hameln-Pymont und Holzminden muss am 12. August bereit stehen.

Während des Lichterfests streifen die Polizeikräfte durch die Besuchermenge am Weserufer, stehen bei Fragen und in großen und kleinen Notsituationen zur Verfügung. „Glücklicherweise war es bisher immer sehr ruhig“, sagt Schwarz.

Übliche Situationen beim Lichterfest seien, dass mal Menschen oder Tiere vermisst werden, es zu kleineren Unfällen kommt oder manche schlicht vergessen haben, wo sie ihr Auto geparkt haben. Auch kleinere Streitigkeiten gebe es, aber eher selten. Und noch später am gleichen Abend ab und an auch mal ein paar Feierfreudige, die zu tief ins Glas geguckt hätten und sich daraufhin streiten oder etwas kaputt machen. „Jedes Lichterfest ist immer eine Herausforderung, aber das ist auch unser Job, der ist nie gleich“, sagt Schwarz.

Um spätestens um 13 Uhr tritt Hauptkommissar Schwarz den Dienst beim Lichterfest an. Zirka zwischen zwei und drei Uhr morgens wird er voraussichtlich Feierabend machen können. Seine Kollegen sind derweil noch vor Ort, „bis open End. Solange, wie noch Leute da sind“, erzählt Schwarz.

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