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Landtag entscheidet heute über den Fortbestand der vollen Halbtagsschule / Schließung droht auch Deensen und Bevern

Schulelternräte aus Hehlen und Halle in heller Aufregung

Bodenwerder (ul). Heute entscheidet der Landtag über die Zukunft der vollen Halbtagsschulen. „Dabei handelt es sich um eine unpopuläre Entscheidung, die möglicherweise auch noch ein Jahr aufgeschoben wird, weil wir die Änderungen nur schwer bis zum Sommer koordinieren können“, sagen die Schulleiter aus Hehlen und Halle, Friedrich Schreiber und Thorsten Krossmann.

veröffentlicht am 17.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:41 Uhr

Sonja Schubert
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Die Schulelternräte aber sind in heller Aufregung, da sie um den Fortbestand ihrer vollen Halbtagsschulen bangen. Die Vorsitzenden Svenja Pape aus Halle und Sonja Schubert aus Hehlen sagen: „Wir sind bestürzt über dieses Ansinnen. Gerade die kleinen Schulen werden mit dieser Entscheidung harte Einschnitte erleben. Der Wegfall von zusätzlichen Lehrerstunden schränkt den Förderunterricht, die erweiterten Sportstunden, Arbeitsgemeinschaften und Projekte stark ein. Damit zerplatzen gut ausgearbeitete und jahrelang bewährte Unterrichtskonzepte, das wollen wir nicht.“

Betroffen sind im Kreis Holzminden neben Halle und Hehlen auch Deensen und Bevern. Die Landesregierung plant, die vollen Halbtagsschulen abzuschaffen, um Lehrerstunden zu gewinnen. In Halle handelt es sich um zehn Stunden, die wegfielen. Neben den 20 bis 26 Unterrichtsstunden der Erst- bis Viertklässler werden Grundschüler in Niedersachsen seit der Einführung der verlässlichen Grundschule am Vormittag von pädagogischen Hilfskräften betreut. Damit ist an allen Grundschulen eine verlässliche Betreuung am Vormittag gewährleistet.

Die „volle Halbtagsschule“ genoss bisher Bestandsschutz. Sie war Ende der 80er-Jahre lange vor Einführung der verlässlichen Grundschule als ein Musterbeispiel für moderne Bildungspolitik an sieben Prozent der Grundschulen Niedersachsens gestartet. Mitte der 90er-Jahre erkannte die Landesregierung den Bedarf für alle Grundschuleltern und führte die verlässliche Grundschule ein. Jedoch in einer kostengünstigeren Variante, als das Vorreitermodell „volle Halbtagsschule“.

Svenja Pape

Statt der Betreuung von Pädagogen zusätzlich zum gesetzlich geforderten Unterrichtsplan wurden Mütter als pädagogische Mitarbeiter geschult oder Erzieher eingestellt. „Um anderswo Löcher zu stopfen, soll dieses so gut funktionierende Bildungsmodell abgeschafft werden, anstatt es auszubauen und somit vielen Kindern eine solide Bildungsgrundlage zu bieten“, meint der Schulelternrat Hehlen. Geplant ist nun, mit Briefen und Unterschriften zu protestieren.



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