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Planungsgruppe arbeitet unter Volldampf / Verschiedene Umbaumaßnahmen geplant

Schule bereitet sich auf IGS-Zukunft vor

Bodenwerder. Pünktlich zum Beginn des kommenden Schuljahres soll die Oberschule Bodenwerder als erste IGS im Landkreis Holzminden an den Start gehen – vorerst dreizügig. Und während derzeit im Schulzentrum an der Adolf-Reichwein-Straße Haupt-, Real- und Oberschule wie gewohnt ihr Schulpensum als Auslaufmodelle absolvieren, stehen hinter den Kulissen des derzeitigen Schulbetriebes alle planerischen Zeichen auf IGS: Während man sich in einer Planungsgruppe des bodenwerderschen Lehrerkollegiums auf neue Lernkonzepte vorbereitet, wird in der Schulbehörde im Holzmindener Kreishaus über die erforderlichen Umbauten an der Schule in der Münchhausenstadt nachgedacht.

veröffentlicht am 28.04.2015 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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So wurde jetzt von der Landesschulbehörde eine Planungsgruppe einberufen, die nach Schulschluss regelmäßig unter Vorsitz des kommissarischen Schulleiters Jan Reckmann zusammentritt. Zusammengesetzt mit zwei gewählten Elternvertretern, acht Lehrerkollegen (darunter bereits zwei Gymnasiallehrer), dem Leiter des Schul- und Kulturamtes und einem Dezernatsleiter der Schulbehörde, werden in diesem Gremium die Weichen für den Übergang zur IGS gestellt. Jan Reckmann, der derzeit den langfristig erkrankten neuen Schulleiter Klaus Trybuhl in der entscheidenden Planungsphase vertritt, erklärt, dass man dabei aber nicht bei null anfangen müsse: Zum einen habe man bereits bei der Konzeption der Oberschule typische IGS-Merkmale, beispielsweise in Förderung und Schulform-Durchlässigkeit, in Bodenwerder verfolgt; zum anderen stehe man im Kontakt mit der Partner-IGS in Hameln, von wo man sich Anregungen für die Erarbeitung des eigenen IGS-Konzepts für Bodenwerder hole – für eigenes Leitbild, Logo und pädagogische Arbeit.

Während Schulverwaltung und Pädagogen der Münchhausenstadt, die zu Beginn des kommenden Schuljahres durch Gymnasiallehrer im Kollegium Verstärkung erhalten sollen, derzeit konkretisieren, wie Unterricht, Anforderungen, Fördermöglichkeiten und Schullaufbahnen in der neuen Schule an August des Jahres aussehen werden, hat Reckmann bei Eltern immer noch Verunsicherung beim Thema IGS festgestellt. „Für den IGS-Bereich in Bodenwerder haben wir deshalb eine neue Homepage erarbeitet, die demnächst freigeschaltet werden soll (www.igs-bodenwerder.de).“ Hier können Schüler und Eltern nachlesen, was auf die Fünftklässler zukommt, die vom 22. bis 24. Juni für die ersten drei IGS-Klassen an der Schule Bodenwerder angemeldet werden können. Reckmann: „Auf der neuen Homepage werden wir allgemein verständlich darstellen, was an der IGS im Vergleich zur Oberschule anders ist.“ In Anschreiben sollen die Grundschul-Abgänger nochmals Informationen zur neuen IGS erhalten. Dass hier ein großes Informationsinteresse vorhanden ist, hätten bereits der jüngste Schnuppertag und diverse Infoveranstaltungen gezeigt, so der kommissarische Schulleiter Reckmann.

Veränderungen wird es für die neuen IGS-Fünftklässler im August auf alle Fälle bereits in Bezug auf die Klassenzimmer geben. Durch Renovierungen und Umbauten im ehemaligen Orientierungsstufen-Altbau der Schule soll auch architektonisch ein Neustart des Schulkonzeptes signalisiert werden: Neben neuer Farbe und neuen Raumkonzepten wird es bis Schuljahresbeginn eine neue EDV- und Technik-Ausstattung für den jungen IGS-Zweig in Bodenwerder geben.

Während man durch diese Umbauten termingerecht mit dem ersten IGS-Jahrgang an den Start gehen will, während Haupt- und Realschule zum Schuljahressschluss auslaufen, stehen für das Schulzentrum Bodenwerder in nächster Zeit dann aber noch größere Baumaßnahmen an: So muss der Hauptbau – einst konzipiert für bis zu 1500 Schüler, derzeit aber lediglich von 300 Schülern genutzt – komplett auf das neue Raumkonzept einer IGS zugeschnitten werden. Hier wird es parallel zum Schulbetrieb und in den Ferien radikal an die Innenaufteilung der Bausubstanz gehen, wie Hermann Schütte vom planenden Schul- und Kulturamt des Kreises erklärt. Hier ständen außerdem Brandschutz-, Heizungs- und Fassadenerneuerung in Millionenhöhe an. Mittel, die im Kreishaushalt noch nicht berücksichtigt sind, wie Schütte erklärt, und die jetzt erst einmal von einer Planungsgruppe beim Landkreis ermittelt werden sollen. Doch ist der Leiter der Kreisbehörde zuversichtlich, was die Kosten angeht, „die man derzeit nur grob schätzen kann“: Man werde bei den Haushaltsberatungen im Herbst sehen, was für die IGS Boderwerder drin ist. Und vielleicht könne es dann „schon 2016 mit dem Umbau losgehen“, so Schütte voller Zuversicht.



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