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CDU fordert ganzheitliche Stadtentwicklung für Bodenwerder

Schmidt: „Wir verzetteln uns“

Bodenwerder. Die Union sieht beste Chancen für die Stadt Bodenwerder, in das Städtebauförderprogramm aufgenommen zu werden – mit einem guten ganzheitlichen Konzept. Das allerdings fehlt nach Angaben der CDU-Stadtratsfraktion. Vielmehr bestehe derzeit die Gefahr, sich zu verzetteln.

veröffentlicht am 03.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:04 Uhr

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Matthias Aschmann

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Matthias Aschmann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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So sei zwar ein Einzelhandelskonzept in Auftrag gegeben worden, für die Gestaltung der Weserpromenade gebe es Vorschläge der Bürger und Pläne der Stadt, Einzelmaßnahmen wie der Spielplatz im Rathauspark und die Fahrradgarage seien umgesetzt worden, über einen Bouleplatz und einen Musikpavillon werde nachgedacht, doch einzeln sei alles nur Stückwerk. So begrüßenswert jede Aktivität auch sei, so problematisch sei es, sie unkoordiniert umzusetzen, betont Friedrich-Wilhelm Schmidt, stellvertretender Fraktionschef der CDU im Stadtrat. Das eigentliche Problem, die Innenstadt zu reaktivieren, werde so nicht gelöst, dem fortschreitenden Leerstand nicht entgegengewirkt. Bereits im November 2013 habe die CDU bei der Stadtverwaltung den Antrag gestellt, ein Stadtentwicklungskonzept zu erstellen. Der Antrag sei von den Ratsgremien vertagt worden mit dem Hinweis, man wolle erst die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm abwarten.

Das sei nun zwei Jahre her, getan habe sich nichts in dieser Richtung, betont Schmidt. Deshalb stellt die Union nun den Antrag zum Haushalt 2015, im kommenden Jahr ein Planungsbüro mit der Erstellung eines ganzheitlichen Stadtentwicklungskonzeptes zu beauftragen und dafür die entsprechenden Gelder in den Haushalt einzustellen.

Zuvor hatte die CDU Bodenwerder nach eigenen Angaben beschlossen, Informationen und Ideen für eine positive Stadtentwicklung einzuholen. Birgit Oerke hatte dazu als Vorsitzende des CDU-Samtgemeindeverbandes den Kontakt zur Stadt Lügde hergestellt. Der dort zuständige Fachbereichsleiter für Bauen und Wohnen, Günter Loges, stand einer Abordnung von CDU-Vertretern aus Stadt und Samtgemeinde für eine Besichtigung und Präsentation der Stadtentwicklung zur Verfügung. Laut Loges ist es gelungen, den Pessimismus der Bürger durch den ständigen Kontakt zu den Vereinen, den Menschen in der Stadt und den Eigentümern der Immobilien im Stadtkern auszuräumen. Im Rahmen von Workshops und mit Vorschlägen hätten sich die Bürger an der Entstehung des Konzeptes beteiligt und fühlten sich seitdem mehr als zuvor mit ihrer Stadt verbunden. Allein ein Leerstandsmanagement reiche nicht aus, erläuterte Loges den Gästen. Er verwies auf die Umgestaltung des historischen Stadtkerns, den Tunnelbau als Ortsumgehung und den Emmer-Auen-Park, präsentierte aber auch Visionen, deren Pläne bereits vorhanden seien, jedoch erst später realisiert werden könnten. Das Interesse an Lügde sei in der Region seit der Realisierung dieses Konzeptes um ein Vielfaches gestiegen.

Ortstermin in Lügde: Die CDU-Vertreter aus Bodenwerder lassen sich von Günter Logos (2. v. li.) die Entwicklung der Stadt erläutern. Links: Friedrich-Wilhelm Schmidt. pr

Hier sieht die CDU-Besuchergruppe Parallelen zu Bodenwerder. Für Bodenwerder gelte es nun, die Bürger, den Rat und die Verwaltung zusammenzubringen, um die Stadt zukunftsfähig zu machen. Dazu wolle die CDU weitere Anträge einreichen.



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