weather-image
24°
Friedrich-Wilhelm Dornette geht

Schluss nach 28 Jahren Schulleitung

BODENWERDER. Nach 28 Jahren endet seine Zeit als Grundschulleiter – Friedrich-Wilhelm Dornette geht in den Ruhestand. Seit 1998 ist er Schulleiter an der Grundschule Bodenwerder, zuvor hat er neun Jahre lang die Grundschule in Halle geleitet. „Ich habe diesen Job mit Leidenschaft gemacht“, sagt Dornette.

veröffentlicht am 15.06.2017 um 18:30 Uhr
aktualisiert am 15.06.2017 um 19:47 Uhr

19 Jahre war Friedrich-Wilhelm Dornette Schulleiter an der Grundschule Bodenwerder. Foto: ms
Maike Lina Schaper

Autor

Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Wir haben ihn gebeten, auf die vergangenen Jahre zurückzublicken, und in 28 Jahren als Grundschulleiter hat sich so einiges an seiner Arbeit verändert: „Wenn mich jemand fragt, hätte ich früher gesagt, mein Beruf ist Lehrer mit den Aufgaben eines Schulleiters, heute sage ich, mein Beruf ist Schulleiter“, resümiert Dornette. Die Schulbehörde habe im Laufe der Jahre viele Aufgaben an die Schulleitung übertragen. Insgesamt seien die Ansprüche gestiegen, an Schule, Lehrer, aber auch an die Schüler.

Durch die veränderte Arbeitsstruktur – Doppelverdienerhaushalte, längere Ladenöffnungszeiten – ist ein Betreuungsbedarf an den Grundschulen entstanden. Schule werde mittlerweile nicht nur von Lehrern gestaltet, sondern auch zunehmend von pädagogischem Personal. „Das ist etwas, dass Schule auch bereichern kann“, findet Dornette. Im Vergleich mit den Bildungsaufgaben habe der Bereich Erziehung stark zugenommen. „Das ist eine Sache, die wir wahrnehmen müssen.“

Bei den Schülern ist Dornette aufgefallen, dass diese vermehrt Verhaltensauffälligkeiten aufweisen. Auf der anderen Seite würden die Kinder heutzutage mehr wissen. „Zum Beispiel alles, was mit neuen Technologien zu tun hat. Das ist wirklich auffällig geworden.“ Das liege vor allem daran, dass der Zugang zu Informationen und Bildung immer einfacher werde.

Bei der Arbeit an der Grundschule hat der Schulleiter Wert auf gute Zusammenarbeit gelegt: „Mir war immer wichtig, dass bei allem, was in der Schule vorangetrieben wird, auch alle mit im Boot sind. Ich habe in beiden Grundschulen, die ich geleitet habe, engagierte Kolleginnen und Kollegen gehabt.“ Außerdem sei ihm wichtig, jedes Kind nach seiner Möglichkeit zu fördern. „Hand in Hand für jedes Kind“, das ist immer noch der Leitspruch der Grundschule Bodenwerder. Mit 179 Schülern ist sie die größte in der Samtgemeinde.

„Ich erinnere mich an viele Dinge, die Spaß gemacht haben“, sagt Dornette. Besonders positiv ist ihm ein Zirkusprojekt in Erinnerung geblieben, bei dem die Kinder selbst mitmachen konnten. Zusätzlich zu seinen Aufgaben als Schulleiter hat Dornette noch unterrichtet. In diesem Schuljahr sind es Englisch, Religion, die Computer-AG und Förderunterricht. Aber auch Mathe und Sport sind mal dabei gewesen – „und wahrscheinlich auch noch einiges andere“.

Der gebürtige Bremker wohnt heute in Bodenwerder. Studiert hat er Deutsch und Religion mit Schwerpunkt Hauptschule. Über Stationen an Hauptschulen in Hannover, Delligsen und Bodenwerder ist er an die Grundschulen nach Halle und Bodenwerder gekommen.

Für seinen bevorstehenden Ruhestand, in den er zeitgleich mit seiner Frau eintritt, hat Dornette für sich bisher zwei Schwerpunkte ausgemacht: Zeit mit seiner Familie verbringen und die Kommunalpolitik. Dornette (SPD) sitzt im Stadtrat Bodenwerder sowie im Samtgemeinderat und ist Vorsitzender des Schulausschusses der Samtgemeinde.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare