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Flotte Weser will „Karlshafen“ durch kleineres Schiff ersetzen

Schiffstausch in Bodenwerder

BODENWERDER. „Die Frequenz könnte besser sein“, sagt Jörg Menze, Geschäftsführer der Flotte Weser GmbH & Co KG. Es geht um den Anlegepunkt in Bodenwerder. Das Fahrgastschifffahrtsunternehmen stellt derzeit wirtschaftliche Überlegungen an, und plant, sein Schiff, die in Bodenwerder beheimatete Karlshafen, gegen ein kleineres zu ersetzen.

veröffentlicht am 03.04.2018 um 18:43 Uhr

Kann 400 Passagiere mitnehmen: Die in Bodenwerder stationierte Karlshafen. Foto: Archiv/joa
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Die Jahresbilanz sei „durchaus steigerungsfähig“, hieß es bereits zum Ende vergangenen Jahres aus dem Unternehmen. Dabei habe der Anlaufpunkt Bodenwerder durchaus Potenzial, meint Menze. Doch das Geschäft sei auch stark wetterabhängig. „Es gibt mal gute und mal schlechte Jahre.“ Das vergangene Jahr sei nicht so gut gewesen, das zuvor besser, sagt Menze, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen. Auch spiele das touristische Angebot an Land eine Rolle bei der Nachfrage.

Jetzt müsse man schauen, so Menze, ob es rechnerisch günstiger wäre, sich von der Karlshafen zu trennen. Auf dem Fahrgastschiff, das in Bodenwerder stationiert ist, können 400 Personen mitfahren. Es hat eine Länge von 51,2 Metern, eine Breite von 8,6 Metern und drei Decks. Gebaut wurde die Karlshafen 1970 auf der Rasche Werft in Uffeln. Einsatzorte sind laut Homepage der Flotte Weser Höxter, Holzminden, Polle, Bodenwerder, Hameln und Rinteln. Die Überlegungen gehen laut Menze dahin, die Karlshafen gegen ein etwa 35 Meter langes Schiff mit Platz für 300 Personen zu ersetzen. Zu der konkreten Höhe der Betriebskosten gibt es ebenfalls keine Angabe seitens der Flotte Weser.

Etwa 105 000 bis 110 000 Euro könnten es pro Jahr sein, samt Personal- und Unterhaltungskosten, schätzt Anton Nauheimer aus eigener Erfahrung. Er ist der Vorsitzende des Fachausschusses Fahrgastschifffahrt im Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt. Ob man mit dem Austausch eines größeren gegen ein kleineres Schiff wirklich sparen könnte, hinge laut Nauheimer auch sehr von dem individuellen Zustand und Alter der jeweiligen Schiffe ab. Es könne aber unternehmerisch eine gute Entscheidung sein.

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Bei der Wetterabhängigkeit des Geschäfts stimmt Nauheimer mit Menze überein. Obwohl es viele Vorab-Buchungen von Gruppen gebe, die wichtig für die Stabilität seien, meint Nauheimer. Doch wenn es regne, kämen eben nicht so viele Einzelgäste dazu. Generell sei die Nachfrage regional sehr unterschiedlich. In Hamburg, besonders aber in Berlin, boome die Branche und die Anzahl der Fahrgastschiffe habe zugenommen. Konkreteres über die Weserregion kann Nauheimer aber nicht sagen.



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