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Dorferneuerung in den Startlöchern

Sanierungswillige müssen sich noch gedulden

Hehlen (phi/ul). Die Dorferneuerung in der Gemeinde Hehlen verzögert sich. „Der Arbeitskreis Dorferneuerung hat seine Vorarbeiten abgeschlossen, und derzeit wird der Dorferneuerungsplan erstellt, welcher dann vom Gemeinderat verabschiedet werden muss“, ist bereits in der Mitteilung vom 26. Februar auf der Webseite der Gemeinde Hehlen zu lesen.

veröffentlicht am 14.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 10:41 Uhr

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Mehr als acht Wochen später bestätigte Bürgermeister Joachim Lienig, dass das Entwurfskonzept derzeit vom Planungsbüro Ulrich Leander Braun in Adelebsen fertiggestellt wird. Telefonisch bestätigte Architekt Braun, dass die Unterlagen bis spätestens Anfang dieser Woche fertig ausgearbeitet und der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden. Die lange Bearbeitungsdauer entschuldigt er mit Arbeitsüberlastung.

„Eigentlich ist am Freitag Abgabetermin, aber bis heute liegt uns noch nichts vor“, sagte Lienig gestern. Bereits am 30. Oktober 2008 hatte die letzte Arbeitskreissitzung in Hehlen stattgefunden, die das Planungsbüro mit der endgültigen Ausarbeitung des Konzepts beauftragte.

Behörde kann die Genehmigung kassieren

Der Grund für die Verzögerung: Das Planungsbüro Braun-Brudniok hat sich gebietlich aufgeteilt. Während Architekt Hajo Brudniok ehemals Ansprechpartner für den hiesigen Raum war, hat er jetzt den Bezirk Göttingen übernommen. Der ehemalige Partner Braun wird sich künftig um die Dorferneuerungsprogramme in Halle, Kirchbrak, Heyen und auch Hehlen-Daspe allein ohne Brudniok kümmern und musste sich erst einarbeiten.

Lienig liegt sehr daran, dass die Vorarbeiten und Planungen so schnell wie möglich beginnen. Denn mit der Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm für Hehlen und Daspe hat er einen zeitlichen Spielraum von 2009 bis 2016. Sollte zwei Jahre lang nichts geschehen, so kann die Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) die Genehmigung für die Maßnahme zurückziehen.

Finanzmittel aus Hannover

Alle Sanierungswilligen in Hehlen und Daspe müssen sich nun aber noch eine Weile gedulden, denn beginnen können sie mit ihren Baumaßnahmen erst, wenn die GLL in Hannover den Dorferneuerungsplan genehmigt und die Sanierungs- oder Umbaumaßnahmen im Privatbereich einzeln geprüft hat.

Erst nach Festsetzung der finanziellen Förderung ihrer Maßnahme dürfen Privatleute mit dem Bau beginnen, sonst geht der Anspruch verloren. Und erst wenn die Finanzmittel in Hannover festgesetzt sind, können private Baumaßnahmen gefördert werden. Planer Braun liegen bereits einige Anträge von Einwohnern vor, die er zu begutachten hat.

Es sei denn, es ist für das Gebäude Gefahr im Verzug, wie im Fall von Alexandra Kattmann und ihrer Familie. Als Besitzerin einer alten Gaststätte in Fachwerkbauweise erhielt sie bereits vorab finanzielle Zuschüsse, um das Haus weiter bewohnbar zu erhalten.

Laut Sachbearbeiter Gunther Korf von der GLL muss nach Fertigstellung der Planung ein Termin mit den Trägern öffentlicher Belange wie Energieversorgern und Telekom anberaumt werden. Deren Ergänzungen müssen gegebenenfalls in die Planung mit einbezogen werden.

Und danach wird der Rat Hehlen das Konzept zu beschließen haben, um bei positivem Bescheid die Unterlagen an die GLL Hannover weiterzuleiten. Dort werden dann die Finanzmittel zur Förderung festgesetzt.

Alexandra Kattmann und ihrer Tochter. Als Besitzerin einer alten Gaststätte in Fachwerkbauweise erhielten sie vorab finanzielle Zuschüsse, um das Haus weiter bewohnbar zu erhalten.

Foto: phi



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