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„Münchhausens haben gut gebaut“ / Kostenrahmen eingehalten

Sanierungsarbeiten an Bodenwerders Rathaus sind abgeschlossen

veröffentlicht am 31.08.2016 um 17:35 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:12 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Denn nachdem die Außensanierung von Bodenwerders Rathaus abgeschlossen ist – derzeit werden nur noch Restarbeiten von den Malern erledigt – kann Steffe nach mehrmonatiger Bauzeit aufatmen: „Überraschungen haben wir bei der Dach- und Fassadensanierung des historischen Gebäudes nicht erlebt“, freut sich der Bauamtsleiter. Will heißen: Der über 400 Jahre alte Original-Dachstuhl des Münchhausen-Geburtshauses wies bei der Dachneueindeckung ebenso wenig Schäden auf wie die Fachwerkkonstruktion des Hauses. Mussten an der Fassade auch kleinere Wasserschäden ausgebessert werden, so blieb man daher im Zeit- und Kostenrahmen.

Letzterer war auf rund 300 000 Euro angesetzt worden. Die eine Hälfte hiervon finanzierte die Stadt aus eigenen Mitteln, die andere Hälfte kamen zu einem Teil vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine/Weser, das das Münchhausenhaus als kulturelles Erbe einstuft. Den restliche Teil steuerte die Sparkassenstiftung und die Sparkasse als Sponsoren bei.

Der Denkmalschutz hat übrigens während der gesamten Sanierungszeit die Arbeiten am historischen Gutshof begleitet. So wurde darauf geachtet, dass die Dächer des Münchhausenhauses und der alten Brennerei originalgetreu mit Sandsteinplatten eingedeckt wurden. Auch auf die Fassadengestaltung hatten die Denkmalschützer ein wachsames Auge: Während die Farbgebung in weiß und braun dem Originalzustand entspricht, wie bei der Entfernung alter Farbschichten festgestellt wurde, so wurde peinlich genau darauf geachtet, dass die verwendeten neuen Materialien offenporig und atmungsaktiv sind, erklärt Steffe.

2 Bilder
Maler der Firma Treichel erledigten gestern die letzten Sanierungsarbeiten am Münchhausenhaus. Foto: joa

Generell lobt der Bauamtschef, dass man sowohl mit den Negenborner Dachdeckern als auch mit dem Malerbetrieb aus Bodenwerder versierte Fachleute für die Denkmalsanierung gefunden habe, die den vorgegebenen Zeitplan zuverlässig eingehalten hätten: „Wir hoffen, dass Dach und Fassade jetzt erst wieder t mal für die nächsten 50 bis 60 Jahre halten wird.“

Mit dem Ziel, dass zum Pflastermalerfest am Wochenende wieder alles tiptop rund ums Rathaus ist, soll ab heute das große Reinemachen auf der Baustelle folgen. Auch zerstörte Pflanzbeete werden aufgemöbelt. Dem neugewählten Rat und seinen Gremien aber soll die Entscheidung überlassen werden, wie der Platz vor der Tourist-Info zwischen dem ehemaligen Hirschpavillion und den Infotafeln ansprechend gestaltet werden kann. Der politische Wille, dass auch hier etwas zur Verschönerung getan werden muss, ist in der Vergangenheit schon mehrfach geäußert worden.



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