weather-image
29°

Salz in der Weser bereitet Sportfischern Sorgen

Rühle (rbo). Im vergangenen Jahr hat es in der Weser kein Fischsterben gegeben und alles scheint gut auszusehen, denn die stark von Temperatur und Wasserführung beeinflusste Wasserqualität konnte als recht gut bezeichnet werden. Wäre da nicht die hohe Chloridkonzentration in Werra und Weser und die Firma K&S, die sich auf eine Genehmigung aus dem Jahre 1942 beruft. Bis 2012 gilt die derzeitige Genehmigung, die es K&S erlaubt, eine Einleitung von 2500 Milligramm pro Liter gemessen am Pegel Gerstungen.

veröffentlicht am 05.04.2010 um 16:52 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 16:41 Uhr

sd
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Rühle (rbo). Im vergangenen Jahr hat es in der Weser kein Fischsterben gegeben und alles scheint gut auszusehen, denn die stark von Temperatur und Wasserführung beeinflusste Wasserqualität konnte als recht gut bezeichnet werden. Wäre da nicht die hohe Chloridkonzentration in Werra und Weser und die Firma K&S, die sich auf eine Genehmigung aus dem Jahre 1942 beruft. Bis 2012 gilt die derzeitige Genehmigung, die es K&S erlaubt, eine Einleitung von 2500 Milligramm pro Liter gemessen am Pegel Gerstungen.
 Gewässerwart Lothar Ohm brachte es in seinem Gewässerbericht auf den Punkt: „Die jährlich anfallende Salzwassermenge aus Hessen und Thüringen beträgt gegenwärtig rund 14 Millionen Kubikmeter. Hiervon durften bislang 9 Millionen Kubikmeter in bereits salzhaltiges Grundwasser des tieferen Untergrunds in 400 bis 600 Meter Tiefe wieder verpresst werden. Dies ist nun nicht mehr erlaubt, und somit wird die gesamte Menge in die Werra geleitet.“
 Im Jahr 2009 fanden auch wieder Besatzmaßnahmen statt. Dabei wurden fast 6000 Hechte, Bachforellen und Zander ausgesetzt. Auch 50 Kilo Farmaale fanden den Weg in die Weser. 4000 Lachse waren in den Besatzmaßnahmen des „Bezirks 8 Weser“ dabei. Das Lachsbesatzprogramm Weser wird mindestens noch dieses Jahr durchgeführt.
 Die Wahlen der Sportfischer Bodenwerder waren schnell abgehakt. Wiederwahl für alle war angesagt. Lediglich Jugendwart Bodo Ahrens stand für das Amt nicht mehr zur Verfügung. Da aber kein Nachfolger gefunden wurde, bleibt das Amt bis zur nächsten Jahreshauptversammlung unbesetzt. Der 1. Vorsitzende Gerhard Möller („Einmal mach ich es noch“) wird ebenso wie der restliche Vorstand einstimmig gewählt. So werden in ihren Ämtern bestätigt: 2. Vorsitzender Heinz Notbohm, Schriftführerin Susanne Möller, Kassierer Daniel Brader, Gewässerwart Lothar Ohm und Sportwart Michael Notbohm.
 Bei den Vereinsmeisterschaften konnte sich Bernd Sauthoff den ersten Platz sichern. Die Plätze zwei und drei gingen an Bodo Ahrens und Kurt Müller. Bei der Jugend siegte Andre Ahrens vor Benjamin Oelker und Benjamin Wiedwald. Beim Bezirksmeisterschaftsfischen siegte Andre Ahrens beim Ü14-Fischen an der Kante. Von den ehemals acht Vereinen haben nur noch vier Vereine ihre Beteiligung in diesem Jahr zugesagt. Der SFV Rühle-Dölme wird an dem Programm nur noch dieses Jahr teilnehmen und würde dann das Geld lieber in den Besatz von Weißfischen investieren. Der Grund: Bislang sind noch keine aufgestiegenen Lachse im Bezirk nachgewiesen worden. Aufstiegshindernisse und der immer noch hohe Salzgehalt lassen die Lachse nur bis zu den süßwasserreicheren Heidegewässern aufsteigen. Die Fangergebnisse im Verein sind weiterhin rückläufig. Ob der Grund dafür in dem hohen Salzgehalt oder dem Vogel des Jahres – dem Kormoran – zu suchen ist, bleibt offen. Kormorane dürfen zwar wieder bejagt werden, aber ihre Anzahl nimmt ständig zu.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare