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Grubenbetreiber haben ernsthaftes Interesse angemeldet / Rat Hehlen stimmt dennoch für Anteilsverkauf

Rollt bald Kies über alte VEV-Gleise?

Hehlen/Bodenwerder. Gibt es nun doch noch eine Zukunft für die seit Jahren vor sich hinrottenden Gleise der Vorwohle-Emmerthaler Verkehrsbetriebe? Wenn ja, wird sich das frühestens bei der nächsten Gesellschafterversammlung der GmbH herausstellen, die für Mittwoch, 19. März, anberaumt ist. Und wenn ja, dann wird es eine Zukunft der Bahnstrecke ohne die Gemeinde Hehlen sein. Denn Hehlens Rat hat in jüngster Sitzung bei einer Gegenstimme des Ratsherrn Eckhard Gömann dafür gestimmt, die VEV-Anteile der Gemeinde zu verkaufen.

veröffentlicht am 28.02.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:07 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Wie Bürgermeister Harald Jacob zuvor erklärt hatte, sehe er keine Gründe, die 80 VEV-Anteile der Gemeinde zu behalten. Man sollte sie intelligenterweise verkaufen, um die Kommune nicht noch mit Kosten zu belasten, zu denen man bei einem möglichen Rückbau der Strecke als Anteilseigner mit herangezogen werden könnte. Hehlen ist neben Kemnade und dem Landkreis Holzminden ohnehin einer der drei letzten kommunalen Anteilseigner an der VEV. Alle anderen Gemeinden haben ihre Anteile mittlerweile abgestoßen. Als Käufer ist bislang besonders der Ratzeburger Unternehmer Oliver Victor aufgetreten, der die tote Schienenstrecke im Lennetal ab Linse nutzt. Und der, so Jacob, habe auch schon mal Interesse an den Hehlener VEV-Anteilen signalisiert.

Neue Bewegung hinsichtlich des alten Schienenstrangs ist jetzt aber durch eine Interessenbekundung seitens der Kiesgrubenbetreiber in der Weserniederung zwischen Hehlen und Bodenwerder gekommen: Sie haben ernsthaftes Interesse angemeldet, die alte Bahntrasse von Hehlen bis Emmerthal für den Kiestransport zu nutzen. Dieser wird derzeit noch über Lkw abgewickelt. Und dieser Umstand sorgte jetzt sowohl in Hehlens Rat als auch bei der VEV-Gesellschafterversammlung, die für vergangenen Mittwoch angesetzt war, für einige Irritation. So gab Hehlens Ratsherr Gömann zu bedenken, sich als Gemeinde nicht übereilt von den unter den neuen Aspekten möglicherweise noch einmal gewinnbringenden VEV-Anteilen zu trennen; man solle lieber erst die Entscheidung der VEV-Gesellschafterversammlung abwarten. Hehlens Ratsmehrheit plädierte jedoch dafür, zu verkaufen: Die Gemeinde dürfe kein Spekulationsrisiko eingehen, immerhin halte sich die Gesellschafterversammlung auch eine mögliche Liquidation der VEV offen.

Die Sitzung der VEV-Gesellschafterversammlung am Mittwoch dauerte dann übrigens nur knappe 5 Minuten. „Angesichts neuer Interessentenlagen wurde die Sitzung um drei Wochen vertagt, um die neueste Entwicklung abzuwarten“, gab VEV-Aufsichtsratsvorsitzender Joachim Lienig bekannt.

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Morbide Idylle am Hehlener Bahnhof: Bis hier wieder Schwerlastverkehr über die Schienen möglich ist, müsste einiges getan werden. Denn auch viele Schwellen sind verrottet.



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