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Drei Bands beim Promenaden-Festival

Rock auf der Bühne unterm Fahnenmast

BODENWERDER. Ganz im Zeichen der Rockmusik stand das Promenaden-Festival in Bodenwerder. Es hätte auch „Dreifach Rock unterm Schiffermast“ heißen können. Dem „Verein Freundlichen Gastgebern im Weserbergland“ gelang es nämlich, drei sehr unterschiedliche Rockbands aus Hameln und Bodenwerder auf die Bühne unter den Fahnenmast zu locken.

veröffentlicht am 17.07.2017 um 07:49 Uhr

Monkey Train-Sänger Christoph Gömann gibt alles. Foto: kkü
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Autor

Karin Küster Reporterin
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Für die Rock Coverband „Monkey Train“ ist ein Auftritt in Bodenwerder immer eine Art „Heimspiel“, denn drei Bandmitglieder stammen aus der nahen Umgebung. Sänger Christoph Gömann wohnt in Hohe, Bassgitarrist Christian Philippi in Brökeln und Gitarrist Etienne Fiedler kommt aus Heyen. Alle Musiker, auch Gitarrist Uwe Partsch, Schlagzeuger Dieter Pook und die Sängerinnen Dany Jechalke und Petra Schüller haben ihr Stammpublikum mit Songs wie „Rocking in the free world“ und „Come together“ sofort im Griff. Von „Layla“ von Eric Clapton über „Baker Street“ – hier dominiert Uwe Partsch an seiner Elektrogitarre – bis zu „White Room“ von Cream, das Programm geht mit Songs quer durch die Rockmusik. Aber Monkey Train kopiert nicht einfach, sondern macht etwas Eigenständiges, Neues daraus. Hervorzuheben sind auch Dany und Petra, die nicht nur Backgroundsängerinnen sind, sondern einige Male als Solistinnen überraschen und überzeugen. „Jetzt muss hier getanzt werden“ fordert Christoph Gömann bei „Long Train Running“ auf. Aber dieser Aufforderung mögen die Gäste an der Weserpromenade nicht nachkommen.

Ein ganz anderes Kaliber ist die Band „Zehn vor Zehn“ aus Hameln, mit der die Rocknacht weitergeht: Laut, bissig, manchmal auch grob, durchweg deutschsprachig und mit eigenen Texten. Oft aufrüttelnd und kritisch „Das hier ist für die“, ein Song über Menschen, denen es nicht gut geht. „Ruhig mal aus dem Fenster sehen“ fordert Sänger Kenny und „sich fragen, ob das alles so in Ordnung ist“. „Ein Tag wie jeder“ will die Menschen dazu bewegen, ihren eigenen Weg zu gehen. Der Titel „Endstation“ erzählt von Reisen ohne festes Ziel und gepackten Koffern. Den Song „Wenn es eskaliert“ möchte „Zehn vor zehn“ nicht missverstanden wissen, er ist keinesfalls als Aufruf zur Gewalt zu verstehen, nur bei Problemen in der Welt darf man nicht einfach weggucken. Dann wird es aber auch mal derb mit „Durstige Männer“ und provozierend mit „Ich bin ein Menschenhasser“. Der Bandname „Zehn vor Zehn“ erklärt sich aus der Gründung der Gruppe in der Silvesternacht 2008/09 um 10 vor 10. Zur Band gehören Sänger Kenny, Gitarrist Micha und Toshie an den Trommeln. Erst seit Kurzem ist Mochi, der Bassist, dazugekommen.

Als die Hardrockband Nummer 3 auf die Bühne kam, hatte sich die Gästezahl schon reduziert, in Anbetracht der auf 14 Grad gesunkenen Temperatur nicht verwunderlich. „Jarona“ gibt es schon seit 1996. Zu hören sind ausgefeilte Gitarrenriffs, dargeboten von drei Klassegitarristen. Peter und Jannis quälen die Saiten bis sie zu zerreißen drohen. Auch Ben, der neu an der Bassgitarre dabei ist, hält sich nicht zurück und fügt sich hervorragend ein. Eine Besonderheit hat „Jarona“ zu bieten: Rüdiger, der Hauptsänger, bedient gleichzeitig souverän die Drums, eine Rarität im Musikgeschäft.

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