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Offizielle Übergabe des alten Gerätehauses als Notarztbasis / Neues Mehrzweckfahrzeug eingeweiht

Rettungswache bezieht endlich neues Domizil

Bodenwerder (tk). Die Rettungswache Bodenwerder ist nun endlich da angekommen, wo sie eigentlich schon seit Mitte letzten Jahres sein sollte. Nach vielen Verzögerungen wurde gestern die notärztliche Rettungswache des Landkreises in ihrem neuen Domizil, dem alten Gerätehaus der Kemnader Ortswehr, feierlich eingeweiht.

veröffentlicht am 07.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:21 Uhr

In der Leitstelle der Rettungswache gehen die Notrufe ein. Auch
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Bürgermeister Karl-Gerhard Sievers (SPD) sprach bei der offiziellen Übergabe von einem „echten Glücksfall, die Rettungswache auf Kemnader Gebiet erhalten zu können“. Das unterstützte auch der Landrat des Kreises Holzminden, Walter Waske. Er unterstrich die Bedeutung einer modernen Rettungswache, „mit der man hier oben im Nordkreis nun optimal besetzt ist“. Ein Wermutstropfen bleibt: Obwohl der Betrieb der Rettungswache nun starten kann, sind noch nicht alle Arbeiten an dem Gebäude beendet. Im Namen des Samtgemeindebürgermeisters Ernst-August Wolf, der persönlich nicht anwesend sein konnte, machte Bürgermeister Sievers darauf aufmerksam, dass besonders an der Fassade noch einige Arbeiten ausstehen. In Anbetracht der Haushaltslage könnten diese aber erst 2009 in Angriff genommen werden. Ursprünglich sollte die Rettungswache längst ihren neuen Standort bezogen haben. Nach dem einstimmigen Beschluss, die Ortswehren Bodenwerder und Kemnade zusammenzulegen, hatte der Verwaltungsausschuss der Stadt Bodenwerder erklärt, das Kemnader Gerätehaus zum 1. Juli 2008 an den Landkreis zu vermieten und für den nötigen Umbau geschätzte 18 000 Euro in den Nachtragshaushalt einzustellen. Eine offizielle Einladung zur Einweihung der Rettungswache erfolgte dann am 4. Dezember, musste aber kurzfristig wegen eines technischen Defekts am Rolltor abgesagt werden. „Die Lieferung des entsprechenden Ersatzteils zog sich auf Wochen hinaus, weshalb die Eröffnung nun erst erfolgen konnte“, erklärte Thorsten Oberg, Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Holzminden.

Er und Anette Eickert, seit Oktober offiziell zuständige Notärztin für Bodenwerder und Umgebung, sich gespannt nun loslegen zu können. „Ich und das Team sind sehr froh, das Haus mit Leben füllen zu können“, sagte Anette Eickert und überreichte dem Wachenleiter Michael Albert symbolisch ein „Kochbuch für Nachtschichten“. An der neuen Rettungswache schätzt sie vor allem die Großzügigkeit des Hauses. „Um optimal arbeiten zu können, brauchen die Mitarbeiter Rückzugsmöglichkeiten und Ruhebereiche, das alles ist hier gegeben.“

Quadratmeterzahl weit über dem Standard

Die neue Rettungswache verfügt über einen Aufenthaltsraum, eine Küche, eine Leitstelle, zwei Umkleidekabinen, drei Schlafräume sowie über ein Büro und ein Schlafzimmer für den wachhabenden Notarzt. „Damit liegen wir in Bodenwerder über dem Standard“, berichtete Oberg. „Bei einem Neubau hätten wir diese Quadratmeterzahl niemals bewilligt bekommen und liegen kostenmäßig weit unter den für einen Neubau.“

Die Notfall-Mannschaft um Wachleiter Michael Albert (im Auto).
  • Die Notfall-Mannschaft um Wachleiter Michael Albert (im Auto).

Mit acht Notärzten, Rettungsassistenten und Sanitätern wird Eickert die Geschicke der Rettungswache leiten. Dafür steht ihr neues technisches Gerät zur Verfügung. Ein neuer Mehrzweck-Rettungswagen löst den bisherigen ab, der zur Reserve wird. „Der Wagen ist auf dem modernsten Stand – gerade in Zeiten, wo Menschen immer älter werden und die ärztliche Grundversorgung auf dem Land schlechter, ist es wichtig, ein Fahrzeug zu unterhalten, das sowohl Krankentransporte als auch Rettungseinsätze übernehmen kann“, schildert Oberg.



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