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Heyens Spielplatz wird zur Freiluft-Begegnungsstätte

Reparatur lohnt nicht mehr

Heyen (saw). Die schrittweise Umgestaltung des Spielplatzes hinter dem Dorfgemeinschaftshaus zu einer Freiluft-Begegnungsstätte für alle Generationen stößt auf die ungeteilte Zustimmung des Heyener Gemeinderates. Das wurde bei der jüngsten Sitzung deutlich. Den Anstoß zur Entwicklung dieser Idee hatte das Ergebnis einer Spielplatz-Besichtigung im Vorfeld der Ratssitzung geliefert: „Der Bauausschuss musste einigermaßen bestützt feststellen, dass bei einem Großteil der Spielgeräte eine Reparatur nicht lohnt“, so Bürgermeister Michael Zieseniß. Ob Schaukel oder Abenteuerlandschaft: Vor 14 Jahren aufgestellt, sind vor allem die im Erdreich steckenden Holzteile der Spielgeräte mittlerweile angefault. Aus Sicherheitsgründen wurden umgehend Schaukeln abgehängt und marode Geräte demontiert.

veröffentlicht am 17.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 10:41 Uhr

Das „Abenteuerland“ auf Heyens Spielplatz ist so mar
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Angesichts deutlich rückläufiger Kinderzahlen in Heyen erschien es den Ratsherren wenig sinnvoll, allzu viel Geld in neue Spielgeräte zu investieren. Zwar soll der vordere Bereich für die Kleinkinder wieder auf Vordermann gebracht werden - „das wäre sicherlich auch sehr im Interesse des Teams von der Kinderbetreuung“, mutmaßte Volker Spruth (SPD). Ansonsten sei denkbar, mit einem Mountainbike-Geschicklichkeitsparcours, der Anlage einer Barfußstrecke, Fitnessgeräten für Erwachsene und einer erhöht angelegten Sitzgruppe für Senioren das Areal zu einer Begegnungsstätte mit Park-Charakter umzugestalten. Die Entwürfe eines Landschaftsplaners, die Michael Zieseniß während der Sitzung präsentierte, stieß auf allgemeine Zustimmung. So wurde beschlossen, dem Fachmann den Auftrag zur Konzeptverfeinerung zu erteilen, im Spielbereich für die Kleinsten umgehend die nötigen Reparaturen durchzuführen und den Abriss der maroden Geräte zu veranlassen.

Nachtragsetat verabschiedet

Einstimmig verabschiedet wurde der erste Nachtragsetat 2009. Im Bereich der laufenden Kosten (Verwaltungsetat) weist das Zahlenwerk unverändert 235300 Euro in Einnahmen und Ausgaben aus. Es sind 2500 Euro mehr (jetzt 3000 Euro) für die Unterhaltung des Kinderspielplatzes eingestellt. „Nach mehreren Ortsterminen zu Jahresbeginn wurden die Ansätze für die Unterhaltung der Straßen neu verteilt und zugunsten von Spielplatz, Dorfgemeinschaftshaus und Wartehäuschen um 3500 Euro auf jetzt 2000 Euro gekürzt“, erläuterte Zieseniß. Im Bereich der investiven Maßnahmen (Vermögensetat) hat sich das Volumen um knapp 90000 Euro auf jetzt 460000 Euro erhöht. Diese Veränderung resultiert aus der Tatsache, dass Haushaltsreste aus 2007 für die Dorferneuerung erneut eingestellt wurden und sich im Bereich des Dorfgemeinschaftshauses wie des Spielplatzes kurzfristig erhöhter Investitionsbedarf ergeben hat. Für Sanierungen im Sinne der Dorferneuerung stehen aktuell 293000 Euro sowie jetzt 42000 Euro für Planungskosten bereit. An Fördergeldern für die Dorferneuerung erwartet die Gemeinde Heyen vom Land Niedersachsen jetzt 140600 Euro (17600 mehr als zu Jahresbeginn eingeplant). Für die Umgestaltung des Spielplatzes stehen jetzt 10700 Euro (ursprünglich 700 Euro) bereit; aus dem „Konjunkturpaket 2“ fließen 6700 Euro nach Heyen und werden hier für den allgemeinen Straßenbau (konkret: im Bereich der Kleinen Straße) ausgegeben, der Ansatz erhöht sich damit auf 42700 Euro.

Die „eiserne Reserve“ schmilzt

Mit 15000 Euro fällt die Ausstattung des Dorfgemeinschaftshauses mit neuem Inventar doppelt so teuer aus wie geplant. Gekauft wurden 36 neue Tische sowie 150 neue Stühle. Für Sanierungsmaßnahmen im Dorfgemeinschaftshaus (Fußboden/Fenster) sind 19000 Euro neu in den Etat eingestellt. Der Rücklage werden 211500 Euro entnommen (65500 Euro mehr als im Ursprungsetat veranschlagt). Die „eiserne Reserve“ schmilzt damit auf 33500 Euro.

Michael Zieseniß
  • Michael Zieseniß

Wie Bürgermeister Michael Zieseniß bekannt gab, wird in Kürze der Bürgersteig entlang der Dasper Straße (vom Dorfgemeinschaftshaus bis zur Einmündung Kühlweg) neu gepflastert. Insbesondere im vorderen Bereich ist der Gehweg nach der langen Frostperiode in sehr schlechtem Zustand. Da eine Reparatur fast so aufwendig ist wie die Neugestaltung, hat sich der Rat für eine Pflasterung entschieden. „Das fügt sich harmonisch an die übrige Gestaltung im Bereich der Siedlung an“, so Zieseniß.

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