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Manfred Schulze wird Stadtkommandant / Hans-Jürgen Wiemann General / Viele Beförderungen

Rauschende Feier der Schützenfestgesellschaft

Halle (saw). Blutdruck zu hoch, Füße zu groß, Reaktionsvermögen unzureichend, Knochen zu morsch: Die „ärztliche Tauglichkeitsprüfung“ der neuen Anwärter für die Posten von Stadtkommandant und General hat am späten Sonntagabend vor großer Zuschauerkulisse den abschließenden Höhepunkt der Feier zum 50-jährigen Bestehen der Schützenfestgesellschaft Halle gebildet.

veröffentlicht am 18.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 10:41 Uhr

Die Majestäten des Schützenvereins „Horrido“ Halle (
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Umrahmt von Rittmeister, Adjutanten, Fahnenträgern, Hauptmann, Feldwebel und der Gewehrtruppe in „historischen“ Uniformen und launig moderiert vom Vorsitzenden Hartmut Albrecht, boten der „Fitness-Check“ und erst recht der öffentliche Wechsel der Garderobe viel Anlass für Gelächter.

Für das Amt des Stadtkommandanten hatte sich Manfred Schulze qualifiziert, neuer General wurde Hans-Jürgen Wiemann.

Verbunden mit dem „Wachwechsel“ an der Spitze waren diverse Beförderungen. So übernahm Thomas Schulze das Amt des Rittmeisters. Zur Musik des Alleinunterhalters Tobias Babst klang nach Mitternacht das dreitägige Fest aus, das am Freitag mit einer ausgezeichnet besuchten Zeltdisco eröffnet worden war. Dem Festakt am Samstag war ein Kinder- und Seniorennachmittag vorangegangen. Dabei begeisterten die Regenbogen-Teddys des TSV Halle mit dem „Bauernhof-Rock“ und Darbietungen im Rope Skipping, einer modernen Form des Seilspringens.

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Die Regenbogenteddys tanzen vor Senioren.
  • Die Regenbogenteddys tanzen vor Senioren.

In seiner Festansprache erinnerte der Vorsitzende Albrecht an die Anfänge der Schützenfestgesellschaft, die im Revolutionsjahr 1848 als Bürgerwehr ins Leben gerufen worden war. „General und Stadtkommandant hatten damals einen Sitz im Gemeinderat – das stelle man sich heute einmal vor“, schmunzelte Albrecht.

Als im Jahr 1958 der Männergesangverein „Frohsinn“ Halle sein 70-jähriges Bestehen feierte, habe man beschlossen, die Tradition der regelmäßig ausgerichteten Volksfeste im Ort wieder aufleben zu lassen. So fand unter Regie der wieder belebten Schützenfestgesellschaft im Juli 1959 das erste Nachkriegsvolksfest mit General Rudolf Wessel und Stadtkommandant Karl Brünig statt.

300 Gäste beim Katervesper

Traditionell erfolgt die Proklamation der Schützenkönige in Volksfest-Jahren „auf dem Zelt“. Als Vorsitzender des Schützenvereins „Horrido“ Halle stellte Ludwig Brockmann jun. die neuen Majestäten vor. Mit 45 Ring und Teiler 472,7 wurde Stefan Warnecke Schützenkönig, den Titel der Königin errang Marianne Warnecke mit einer Ringzahl von 46 und der besten Zehn des Königsschießens. Ringkönigin wurde Kerstin Brand (44 Ring). Zur Volkskönigin konnte der Vorsitzende seine Frau Susanne Brockmann ernennen. Vereinsmeister im Bogenschießen wurde Florian Albrecht (244 Ring). Bestes Augenmaß und die ruhigste Hand bewies beim Vereinsvergleich das siebenköpfige Team des Posaunenchores Halle (Teiler 761,5), beste Schützin war Sandra Seele (44 Ring). Gut eineinhalb Stunden lang bewegte sich am Sonntag der von Rittmeister Hans-Jürgen Wiemann angeführte Festumzug durch den Ort. Als Ehrengäste marschierten auch Landrat Walter Waske, Samtgemeindebürgermeister Ernst-August Wolf und Bürgermeister Hermann Meyer mit. Nahezu sämtliche Vereine aus der Ithbörde, auch der Kindergarten „Sonnenschein“ und die Grundschule, waren vertreten, für Musik sorgten die Feuerwehrkapellen aus Grünenplan und Heyen sowie der Musikzug Banteln.

Zum Katervesper hatten sich gut 300 Gäste im Zelt eingefunden. In drei Jahren lädt die Schützenfestgesellschaft wieder zum Feiern ein; Mitte Juni wird sich der 35 Mitglieder zählende Verein auf dem „Tag der Niedersachsen“ in Hameln präsentieren.

„Ärztliche Tauglichkeitsprüfung“: Helmut Bussmann unterzog zahlreiche Bewerber einem „Fitness-Check“. Der neu ernannte General Hans-Jürgen Wiemann mit seiner Frau Brunhilde beim Ehrentanz.

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