weather-image
14°

Politik lobt Hauptinvestitionen in Stadtentwicklung sowie in Kinder- und Jugendbereich

Rat stimmt Haushalt 2014 zu

Bodenwerder.Einstimmig hat der Rat Bodenwerder in seiner jüngsten Sitzung im Hotel „Deutsches Haus“ den städtischen Haushalt für 2014 verabschiedet. Rundum zeigten sich die Ratsmitglieder einverstanden mit dem Zahlenwerk, das Kämmerer Michael Helmig für das kommende Jahr aufgestellt hat: Unter der Prämisse einer auch weiterhin sparsamen Haushaltsführung hatte dieser einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt, hatte über steigende Steuereinnahmen im abgelaufenen Jahr berichten können und festgestellt, dass kein Haushaltskonsolidierungskonzept notwendig ist.

veröffentlicht am 13.12.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:07 Uhr

270_008_6781645_bowe105_1412.jpg
Joachim Zieseniß

Autor

Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Und so hatte denn auch Finanzausschussvorsitzender Friedrich-Wilhelm Schmidt (CDU), der die Eckpunkte des Haushaltes 2014 noch einmal vor der Abstimmung vorstellte, auch an Zeiten vor knapp 20 Jahren erinnert, als Bodenwerder hoch verschuldet und nahezu handlungsunfähig war. Heute, so Schmidt, gebe das Zahlenwerk 2014 wieder Anlass, positiv auf die Entwicklung der Kommune zu blicken.

Für die SPD zeigte sich dann Rudolf Hansmann einverstanden mit den Finanzplanungen der Verwaltung: Den Sozialdemokraten freute es besonders, dass er ein Großteil der Investitionen des kommenden Jahres in die Kinder- und Jugendarbeit der Stadt fließt – in Kindergärten, eine geplante Großtagespflegestelle, Spielplätze und das Jugendzentrum, das künftig unter städtischer Regie weitergeführt wird. Hansmann sieht darin ein deutliches Zeichen, jungen Familien einen Anreiz zu geben, nach Bodenwerder zu ziehen und dem demografischen Wandel so unter Umständen Einhalt zu gebieten. Auch geplante Investitionen Bodenwerders in Maßnahmen zur Innenstadtbelebung und in die Sanierung der Weserpromenade zur Ankurbelung des Tourismus begrüßte Hansmann namens seiner Partei, die dem Haushalt zustimmen werde, so der SPD-Politiker.

Doch auch Risiken für die seiner Ansicht nach stimmige Finanzplanung der Stadt ließ der sozialdemokratische Finanzsprecher nicht unerwähnt: So warnte er wie bereits zuvor im Samtgemeinderat Bodenwerder-Polle vor dem Bau des Campe-Gymnasiums, das, so Hansmann, eine steigende Kreis- und Samtgemeindeumlage nach sich ziehen und so das gesamte Haushaltskonstrukt beschädigen könnte.

Zustimmung kam auch von Bodenwerders Christdemokraten: So begrüßte Martina Sudhof-Werner, dass der CDU-Antrag, Mittel für die externe Erstellung eines konkreten Stadtentwicklungskonzeptes in den Haushalt einzustellen, von allen Parteien angenommen worden sei. Die 15 000 Euro seien eine notwendige Investition in die Zukunft von Bodenwerders Innenstadt, so Sudhoff-Werner.

Vor der Abstimmung über den Haushalt 2014 war dann aber erst noch einmal das Thema „Weserauenpark“ Gegenstand der Ratsdebatte (wir berichteten). Hier zeigten sich die beiden „Zukunft Bodenwerder“-Ratsherrn Thorsten Sink und Armin W. Engeler weiterhin verärgert darüber, dass dieses von ihnen propagierte Natur-Tourismusmusprojekt weseraufwärts von Bodenwerdergelegen wegen Finanzierungslücken von der Ratsmehrheit gekippt worden war.

Die beiden Ratspolitiker hatten deshalb bereits zuvor als einzige im Rat gegen den 1. Nachtragshaushaltsplan 2013 gestimmt. Bei der Abstimmung über das Investitionsprogramm bis 2016 enthielten sich beide der Stimme. Streitpunkt war wieder die Frage, inwieweit das Projekt kostenneutral für die Stadt hätte verwirklicht werden können. Während Sienk weiter darauf bestand, dass ein Förderbescheid schon vorgelegen hätte, stellte das Hansmann nach wie vor infrage. Bodenwerders Verwaltungschef Joachim Lienig stellte schließlich klar, es habe der Stadt kein Förderbescheid vorgelegen und die Stadt wäre beim Bau eines Weserauenparks auf einem Eigenanteil von rund 180 000 Euro sitzengeblieben. Deshalb sei das Projekt in demokratischem Prozess gekippt worden.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?