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„12 bis 15 Leute passen rein“

Projekt Bauwagen: Jugendliche bauen bei Lichtenhagen eigenen Treffpunkt

LICHTENHAGEN. Der ländliche Raum hat Jugendlichen oft nicht viel zu bieten. Je kleiner die Dörfer, desto geringer das Angebot. In dem 340 Seelen-Ort Lichtenhagen haben die Jugendlichen einen neuen Treffpunkt. Seit Februar steht ein Bauwagen etwas abseits vom Schuss auf dem Gelände der Familie Timmermann, daneben sind Wiesen, dahinter Windrad-Kulisse. Dort am Rand von Lichtenhagen treffen sich die Jugendlichen aus dem Ort. Dazu kommen Freunde aus der Umgebung.

veröffentlicht am 14.06.2017 um 19:48 Uhr
aktualisiert am 14.06.2017 um 21:30 Uhr

Seit Beginn des Jahres haben die Jugendlichen mit dem Bauwagen einen neuen Treffpunkt am Rand von Lichtenhagen. Von links: Marlen, Lena, Jana und Bene. Foto: ms

Autor:

Maike Schaper
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Dank des Bauwagens ist bei den Treffen auch das Wetter egal. „Etwa 12 bis 15 passen rein“, sagen Lena, Marlen, Jana und Bene. Im und am Bauwagen sitzen sie auf dem Sofa, trinken Cola, hören Musik.

Den gebrauchten Bauwagen hat der Lichtenhagener Heinz-Volker Oerke besorgt. Noch ist der Wagen kein Hingucker – das wollen die Jugendlichen aber ändern.

Um Geld für ihr Projekt einzunehmen sind sie auch selbst aktiv geworden. Sie haben ein Grünkohlessen organisiert und dabei gekellnert. Elterliche Sponsoren haben auch geholfen: Das Essen gab es von der Fleischerei Brinkmann, die Getränke von der Familie Loreit. Über 1000 Euro sind auf diese Weise zusammengekommen. Dafür wollen die Jugendlichen Farbe für die tristen Wände kaufen. Über den Farbton wird noch diskutiert – Pink kommt nicht bei allen gut an. Für außen ist ein Graffiti angedacht. Darüber hinaus sollen bequeme „neue“ – wahrscheinlich gebrauchte – Möbel her.

Noch sieht er ziemlich trist von innen aus: Den Bauwagen wollen die Jugendlichen in nächster Zeit nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten. Foto: ms
  • Noch sieht er ziemlich trist von innen aus: Den Bauwagen wollen die Jugendlichen in nächster Zeit nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten. Foto: ms

Die Jugendlichen wollen auch, dass es am Bauwagen bald Strom gibt. Die nötige Leitung dafür wollen sie gern selbst legen. Der Bauwagen – „das soll unser eigenes Projekt werden“, sagt Lena. „Wir wollen eigentlich alles Mögliche selbst machen.“

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