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Pächter des "Goldenen Anker" geben Schlüssel ab

Bodenwerder (joa). Für das Gastronomen-Ehepaar Ilka und Mike Hochstein ist der Traum von der Selbständigkeit im eigenen Betrieb in Bodenwerder geplatzt: Nach gut zwei Jahren im bodenwerderschen Traditionshaus „Hotel Goldener Anker“ haben sie dieser Woche den Schlüssel an Verpächter Karl-Rudolf Schoppe zurückgegeben.

veröffentlicht am 07.03.2012 um 17:38 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 02:21 Uhr

Derzeit stehen Gäste vor verschlossenen Türen: Die Pächter haben das traditionsreiche Hotel Goldener Anker verlassen.
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Vorausgegangen war dem Auszug der Hochsteins aus dem „Goldenen Anker“ ein längerer Rechtsstreit über bauliche Mängel mit dem Eigentümer des Hauses, der die Gastronomen Anfang des Jahres dazu bewog, auf Auflösung des bis 2014 geschlossenen Pachtvertrages einzugehen.

Im November 2009 hatten der Küchenmeister und die gelernte Hotelfachfrau den „Goldenen Anker“ nach vorübergehender Schließung wiedereröffnet. Beide hatten bereits reichlich Berufserfahrung gesammelt. Die Hotel-Fachfrau erzählt, dass der Betrieb gut anlief: „Im ersten Jahr legt man immer was drauf, im zweiten Jahr waren wir trotz des verregneten Sommers schon in den schwarzen Zahlen. Und jetzt wäre es richtig losgegangen im Goldenen Anker,“ schätzt Ilka Hochstein.

Sie bedauert, dass ihre berufliche Bodenwerder-Episode nun dieses vorzeitige Ende nehmen musste. Hochsteins werden Bodenwerder verlassen. Die Buchungen für 2012  haben sie bereits storniert und die Belegschaft – vom Koch über Servier- und Spülkräfte bis hin zu Aushilfen –  mussten sie entlassen. 

Erich Müller, bei der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle zuständig für den Tourismus: „Wir sind als Stadt deprimiert über diese Entwicklung. Der Goldene Anker hatte sich wieder gut etabliert. Das Hotel liegt an einem der schönsten Plätze der Stadt und ist von besonderer Bedeutung für Bodenwerder.“ Für Besitzer Karl-Rudolf Schoppe indes ist diese Dramatik nicht erkennbar, kündigt er doch an, das Haus in gewohnter Form wie bisher mit Hotel und Restaurantbetrieb „schon Ende des Monats“ wieder zu eröffnen.



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