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Übersicht soll‘s richten

Online-Übersicht: Wo sind Leerstände in Bodenwerder?

BODENWERDER. Gegen den Leerstand in Bodenwerder soll etwas unternommen werden. Die Stadt möchte ein öffentlich einsehbares Leerstandskataster für freie Objekte in der Innenstadt schaffen. Mit dem vereinfachten Überblick sollen Leerstände besser vermittelt werden.

veröffentlicht am 12.02.2019 um 13:33 Uhr
aktualisiert am 12.02.2019 um 22:00 Uhr

Bestehende oder baldige Leerstände in der Altstadt möchte die Verwaltung mit Hilfe einer besseren Übersicht vermitteln. Doch um die Daten zu veröffentlichen, braucht sie noch das Interesse und die Zustimmung der Immobilieneigentümer. foto: ms
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Das könnte dann in etwa so aussehen: Wer auf der Suche nach einem Ladenlokal oder auch einer Wohnung in Bodenwerder ist, soll sich bequem im Internet eine Übersicht über alle Angebote anschauen können. Wer andererseits einen Laden oder eine Wohnung anzubieten hat, könnte dann beispielsweise gleich seine Kontaktdaten, die eines Maklers oder einer Bank als Ansprechpartner hinterlegen.

Doch ganz so einfach ist das nicht. Für ein derartiges Onlineangebot braucht die Stadt Daten über Leerstände, die sie verwenden darf. Zwar weiß die Verwaltung schon jetzt durch Informationen etwa des Einwohnermeldeamtes, wo eine Wohnung leersteht oder womöglich bald leerstehen könnte, weil die Bewohner darin höheren Alters sind, doch diese Informationen dürfen nicht öffentlich verwendet werden und auch nicht ohne Zustimmung für ein Internetportal wie beschreiben genutzt werden. Das gebietet der Datenschutz.

Daher möchte die Stadt jetzt mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt treten, die ihr Ladenlokal oder ihre Wohnung in der Innenstadt vermieten wollen und fragen, ob sie diesen Leerstand für das Portal zur Verfügung stellen wollen. Ein entsprechendes EDV-Tool gebe es bereits, erklärt Fachbereichsleiter Thomas Steffe. Die Leerstände könnten über die Homepage der Münchhausenstadt veröffentlich werden.

Die Stadt hat zwar ein Interesse daran, die Leerstände zu vermitteln, will aber kein Konkurrent zu Maklern oder Banken sein, betont Steffe. Auch mit ihnen wolle man vor Realisierung des Projekts ins Gespräch kommen.

In der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses hatten die Kommunalpolitiker bereits befürwortet, dass die Stadt auf die Eigentümer leerstehender Immobilien zugehen soll. Aktuell gibt es in der Innenstadt laut Steffe etwa 40 Leerstände. Sowohl Geschäfte als auch Wohnungen. Demnächst will die Verwaltung Briefe an die Immobilienbesitzer verschicken und klären, ob von ihrer Seite aus Interesse besteht, bestehenden oder womöglich baldigen Leerstand in einer Onlineplattform anzubieten. Zunächst soll das den Bereich der Altstadt vom Hagen bis zur Weser umfassen, könnte aber in Zukunft auf weitere Stadtteile oder auch andere Teile der Samtgemeinde weiter ausdehnt werden.



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