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Ottensteiner denken über neue Impulse für Veranstaltungen nach

Nur gemeinsam stark

veröffentlicht am 10.06.2019 um 18:33 Uhr
aktualisiert am 10.06.2019 um 20:30 Uhr

Im Rahmen einer Gemeinschaftsaktion soll auch der Spielplatz im Neubaugebiet wieder auf Vordermann gebracht werden. Foto: saw
Sabine Weiße (saw)

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Sabine Weiße Reporterin
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OTTENSTEIN. Ohne die Vielzahl der Vereine und der dort aktiven Bürger wären Ottenstein, Lichtenhagen und Glesse wohl bestenfalls idyllisch gelegene Schlafdörfer. Im steten Bemühen um den Erhalt der Lebensqualität, von Gemeinschaft- und Heimatgefühl, um nichts Geringeres als die Zukunftsfähigkeit der Hochebenendörfer pflegen Bürgermeister und Gemeinderat den engen Kontakt zu Vereinen und Verbänden. Seit vielen Jahren tauscht man sich regelmäßig aus, zuletzt am vergangenen Freitag. Der Jugend- und Sportausschuss unter Vorsitz von Diana Lönnecker (CDU) und die Vorsitzenden trafen sich in der „Landherberge“. Zentrales Thema: die in 2019 anstehenden Veranstaltungen und Aktionen.

Manch‘ lieb gewonnene Tradition gehört auf den Prüfstand und bedarf der Revitalisierung, um wieder attraktiv und damit zukunftsfähig zu sein. Das machte die Nachlese des TSV-Vorsitzenden Jens Oerke zum Zeltfest deutlich. „Sein“ Verein hatte die Ausrichtung des Zeltfestes übernommen – nachdem vor allem Bürgermeister Weiner darauf gedrungen hatte, an der Tradition festzuhalten. Denn es hatte durchaus Stimmen gegeben, die sich angesichts rückläufiger Besucherzahlen, finanzieller Unwägbarkeiten und einer steigenden Veranstaltungsdichte allerorten für eine Zeltfest-Pause ausgesprochen hatten.

Neue Impulse mussten also her: Festwochenende im Mai statt im (veranstaltungsreichen) Juli, statt der Komplettabgabe an einen Festwirt mehr in Eigenregie. „Der neue Festwirt war für den Ausschank verantwortlich und hat die Fahrgeschäfte nach unseren Wünschen zur Verfügung gestellt. Wir haben uns um die Bands, um Wasser, Strom, GEMA, Genehmigungen, den Sicherheitsdienst und alles andere gekümmert“, so der Vorsitzende. Und: „Wir haben das Dorf sehr viel stärker in die Vorbereitungen mit einbezogen und alle vier Wochen über den Stand der Dinge informiert.“ Unter Anleitung der Landfrauen wurden Girlanden gebunden („da haben Leute mitgemacht, die hatte ich wirklich lange nicht mehr im Dorf angetroffen“), half der MGV beim Grünholen für den Zeltschmuck, unterstützten die Vereine den Verkauf der Karten fürs Katervesper. „Weil sich so viele im Vorfeld eingebracht hatten, war es nicht mehr das TSV-Zeltfest. Sondern unser aller Zeltfest“, erläutert Jens Oerke im Gespräch mit der Dewezet. Als „in jeder Hinsicht ein Erfolg“ bewertet er das Festwochenende und unterstreicht: „Aus meiner Sicht lohnt es, darüber nachzudenken, künftig das Fest gemeinschaftlich zu planen und auszurichten. Vielleicht kommen wir so ja auch wieder dahin, dass vor jedem Haus eine Girlande aufgehängt wird. So wie früher.“

Ein Gemeinschaftsprojekt ist seit jeher der alljährlich angebotene Ferienpass. In 2018 hatten knapp 150 Jungen und Mädchen die sieben Aktionen genutzt. In diesem Sommer dürfen sich die Kinder freuen auf „Ferien am Bach“ (17. Juli, 14. August) mit dem Kulturkreis Glesser Bürger, „Kinderdisco im DGH“ (20. Juli) mit dem Dorfgemeinschaftsverein Lichtenhagen, „Spiel und Spaß mit der Feuerwehr“ (6. Juli) in Ottenstein, eine Wanderung mit Abschlussgrillen an der Linde (26. Juli) mit dem Verkehrsverein, einen Ausflug in das Museum für Landarbeit nach Börry (2. August) mit der CDU Ottenstein und „Kino in der Pfarre“ (6. August) mit der Kirchengemeinde. Der von der CDU veranstaltete Weihnachtsmarkt wird am 30. November stattfinden und bereits am Nachmittag starten.

Unter dem Motto „Wir machen unser Dorf sommerschick“ regte Diana Lönnecker eine Gemeinschaftsaktion für einen Samstagvormittag in Ottenstein und den Ortsteilen an. „Unser Ort ist ja sehr grün, aber an manchen Stellen müssten wir diesem Grün ein bisschen Einhalt gebieten.“ In Absprache mit dem Bauhof wolle man mit Heckenschere, Hacke, Spaten und Unkrautmesser die öffentlichen Grünanlagen in Form bringen und auch den Spielplatz im Neubaugebiet auf Vordermann bringen. Wer nicht mitjäten kann oder möchte, dürfe gern auch einen Kuchen fürs Abschlussessen backen oder das Projekt in anderer Weise unterstützen.

Manfred Weiner regte die Teilnahme an den beiden von der Vogler-Region ausgerufenen Wettbewerben an. „Eine gute Gelegenheit, uns auch überregional zu präsentieren und ins Gespräch zu bringen.“ Und dann mahnte der Bürgermeister eine zuverlässigere Öffentlichkeitsarbeit an: Über die örtlichen Aushangmöglichkeiten und auch über die regionalen Zeitungen. Der Flecken Ottenstein selbst werde sich in seinen Kommunikationswegen auch zeitgemäß aufstellen: Die neue Verwaltungsmitarbeiterin Carola Elster habe erst kürzlich eine Weiterbildung zum Thema „Social Media“ absolviert.



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