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Svenja Vaupel hat die Leitung der Grundschule übernommen

Nun „regiert“ eine Frau

BODENWERDER. Wer das Schulleiterzimmer der Grundschule nach den Sommerferien betritt, merkt sofort, dass hier ein Wechsel stattgefunden hat. Der Blick fällt auf ein zwei mal zwei Meter großes Bild in Regenbogenfarben und einen runden weißen Besprechungstisch. Helle Farben, leichte Möbel und sparsame Dekorationen zeigen, dass hier eine Frau Einzug gehalten hat. Svenja Vaupel hat die ehemalige Männerdomäne abgelöst und als erste Frau die Leitung der Grundschule im Kälbertal übernommen.

veröffentlicht am 09.08.2017 um 17:26 Uhr

Svenja Vaupel freut sich auf ihre neuen Aufgaben. Foto: kb
Beißner

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Karin Beißner Reporterin
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Die Mutter zweier Töchter mit den Hobbys Malen und Singen lebt mit ihrer Familie in Hehlen. Die Hessin aus Gottsbüren in der Nähe der Sababurg hat nach dem Abitur ihr Pädagogikstudium mit Schwerpunkt Religion, Deutsch und Textiles Gestalten in Flensburg absolviert. Schon damals war sie immer engagiert und brachte sich gerne in der Fachschaft Religion ein.

Ihr Referendariat machte sie in Stadthagen an einer Brennpunktschule und fand ihre erste Stelle an der Grundschule in Hehlen. Von dort wurde sie an die Hauptschule nach Bodenwerder abgeordnet, wo sie 17 Jahre lang wirkte und ihre Ideen einbrachte. 2015 überredete Friedrich-Wilhelm Dornette die engagierte Pädagogin, sich als Konrektorin an „seiner“ Grundschule zu bewerben.

Zwei Jahre lang lernte sie nun die Schulabläufe kennen und unterstützte den Schulchef bei diversen Projekten, unter anderem dem Schallschutz in den Klassenräumen und noch zu Beginn dieses Jahres bei der Gründung des Fördervereins. Aber auch ihre eigenen Ideen und Vorstellungen etablierte sie in den Schulalltag. So führte sie zunächst nur in ihrer Klasse die Eule als Klassentier ein. Inzwischen gibt es in jeder Klasse die ganz eigene Figur mit Wiedererkennungswert. Die Identifikation von Kindern und Eltern mit der Schule ist der neuen Schulleiterin sehr wichtig. Zusammen mit einer Freundin hat sie deshalb auch ein Schullied zum Motto der Schule „Hand in Hand für jedes Kind“ geschrieben.

Da ist von Stärken und Schwächen, Herausforderungen und Geborgenheit, gegenseitigem Helfen und Füreinander Dasein die Rede und dem Zusammenhalt, der ein starkes Band ist. Der Inhalt zeigt, was der neuen Schulleiterin wichtig ist: „Wir müssen sehen, was wir für die Kinder bewegen und verbessern können, damit langfristig der Unterricht so wird, dass alle Kinder mitkommen und gern zur Schule gehen.“ In Kooperation mit dem Kollegium und den Eltern will sie das voranbringen und hat in dem neu gegründeten und schon sehr engagierten Förderverein die nötige Unterstützung. Auch an der Homepage, die zum Schulfest am 20. Oktober fertig sein soll, arbeiten sie gemeinsam.

Und wie sehr sie sich auf ihr Kollegium und die Eltern verlassen kann, hat Svenja Vaupel bei der ersten Einschulung unter ihrer Regie erfahren. Statt des erwarteten trockenen Wetters öffnete der Himmel gerade zur Einschulungszeit seine Schleusen.

Jetzt musste schnell umdisponiert werden. Kurzerhand verlegten die Eltern, die für die Bewirtung zuständig waren, die Cafeteria in den Anbau, die Kollegen richteten die Turnhalle für die Begrüßung her und nahmen der Chefin die nötige Organisation ab. „Es war einfach genial wie dann doch alles geklappt hat“, lobt Svenja Vaupel, „noch in der Kirche bekam ich die nötigen Informationen und konnte den Eltern die Änderungen mitteilen.“ Sie selbst konnte dann nass, aber ziemlich entspannt die Begrüßung der neuen ersten Schuljahre vornehmen.

Auf ihre neuen Aufgaben und Herausforderungen freut sich Svenja Vaupel. Sie hat eine Schule übernommen, in der alles sehr gut strukturiert ist und im Kollegium ein gutes Klima herrscht. „Besser kann es doch gar nicht sein“, meint die neue Schulleiterin.



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