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Seit 28 Jahren ist Uta Arneke die „gute Seele“ hinter den Kulissen des Münchhausenspiels

Noch etwas Kleber unter die Perücke

Bodenwerder. Keine Hektik kommt im Umkleideraum für die Darsteller des Münchhausenspiels im obersten Stockwerk in der Brückenstraße 5 auf. In dem von Hauseigentümer Günter Köhls zur Verfügung gestellten Raum steht ein großer Schminktisch, und hier sind auch die Requisiten der Schauspieler untergebracht. Uta Arneke setzt bei ihrem Gegenüber noch falsche Koteletten an; und dort kommt auch noch etwas Kleber unter die Perücke – und schon steckt Hermann Ricke in der Figur des Dr. Crusius. Auch bei „Amtmann“ Helmut Kühn muss die 71-Jährige noch einmal beim Zubinden des Kragens helfen... „Das sind noch nach Vorlage der alten historischen Kleidung geschneiderte Jacken, Hosen und Westen“, meint die auch für die Garderobe zuständige Maskenbildnerin. „Damals gab es noch keine Klettverschlüsse.“ Viele der Garderobenteile seien noch aus dem Fundus des Kasseler Theaters und inzwischen fast drei Jahrzehnte alt, erklärte Antje Manz, welche die einzige weibliche Rolle bereits seit ihrem 16. Lebensjahr wahrnimmt. Auch für das Kleid von Frau Nolte oder das Tienchen existieren noch mehr Zubehörteile; etwa mehrere Unterröcke – weitgehend historisch eben. Seit 28 Jahren ist Uta Arneke als „gute Seele“ hinter den Kulissen des Münchhausenspiels. Wenn Not am Mann ist, kann sie aber auch die Rolle der Frau Nolte besetzen oder die Technik bedienen. Ein Multi-Talent eben.

veröffentlicht am 11.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:21 Uhr

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Nun ist für dieses Jahr erst einmal Schluss. Die letzte Vorstellung auf der Rathaustreppe und die Musik der Münchhausenmusikanten lockten bei herrlichem Sonnenschein bei der Deniere noch einmal weit über 100 Zuschauer in den Rathauspark. Bis es allerdings so weit war, mussten trotz Soundcheck technische Probleme an den Headset-Mikrofonen gelöst werden. In unkomplizierter, wenn auch ungewohnter Weise wurde dieses Problem von den Schauspielern profimäßig gelöst – mit einem Handmikrofon.

So wurde auch das letzte Münchhausenspiel in diesem Jahr mit Szenenapplaus und am Schluss mit dem anhaltenden Beifall der Zuschauer in die Winterpause geschickt. Und natürlich bedankte sich Bürgermeisterin Elke Perdacher noch mit einem süßen Geschenk bei jedem einzelnen Schauspieler. Dazu gab es einen Briefumschlag zur Unterstützung des gesamten Ensemble für die kommenden Auftritte. Aber auch Willy Heisen als treuester Fan des Münchhausenspiels sowie Helga Kross vom Tourismusbüro erhielten von der Bürgermeisterin eine kleine Überraschung.

Dass die Schauspieler des Münchhausenspiels noch ihr 30. Bühnenjubiläum in zwei Jahren feiern wollen, täuscht nicht über die Tatsache hinweg, dass die Nachwuchssorgen der Truppe immer größer werden. „Bis auf den Münchhausendarsteller können wir einzelne Figuren durch Doppelbesetzungen zwar kompensieren“, meint Joachim Merker, der dieser Tage seinen 60. Geburtstag feiert. „Wir würden uns aber über jeden freuen, der sich bei uns meldet und mitspielen möchte“. bor

3 Bilder

Willy Heisen verpasst kein Münchhausenspiel und bekam deshalb auch eine süße Kleinigkeit.

Foto re.: Bürgermeisterin Elke Perdacher dankte der Münchhausen-Truppe. bor (4)

Foto o.: Uta Arneke setzt Hermann Ricke die Perücke auf. Foto u.: Im Kostümfundus (v. li.): Helmut Kühn, Hermann Ricke, Antje Manz und Uta Arneke.



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