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Besondere Kunst-Aktion „Bodenwerder wird bunt“ nimmt Fahrt auf / Präsentation heute um 18 Uhr

Nix Häkelmaschine – alles Handarbeit!

veröffentlicht am 02.09.2016 um 20:44 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:10 Uhr

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Autor:

Sabine Weiße
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BODENWERDER. „Schaut doch mal: So viele Blumen an den Baumstämmen. Die haben hier sicherlich eine Häkelmaschine“, mutmaßt eine Dame aus einer Touristengruppe heraus und bringt verzückt ihr Smartphone in Position. Natürlich nicht! Alles ehrliche Handarbeit.

Ein ganz besonderes Flair herrscht an diesem Nachmittag in der Innenstadt. Leichter Wind lässt die weißen Pompons, die tags zuvor im Geäst der Bäume befestigt wurden, hin- und hertanzen. Im strahlenden Sonnenschein leuchten die pinkfarbenen Kugelköpfchen der Beetumrandungen fast magisch. Mit Häkelbordüren verziert, kommen die Sitzbänke ungewohnt romantisch daher. Rund 25 Laternenpfähle tragen weiße Stulpen,dekoriert mit neonfarbener Blütenpracht. Und auf dem dichten Efeu-Teppich ziehen weiße Blumen die Blicke auf sich.

Nach monatelanger Vorarbeit eher im Verborgenen nimmt das Street art-Projekt „Bodenwerder wird bunt“ jetzt Fahrt auf. Bis zur offiziellen Einweihung sind es noch etwa 26 Stunden. Wo man hinschaut, sitzen fleißige Handarbeiterinnen, heften kleine Blümchen auf große Blüten, stecken Ranken auf weißem Strickuntergrund fest. Eva Vandirk und ihre Enkelin Malin gestalten mit großer Hingabe einen schlichten Sandsteinsockel zum Strick-Kunstwerk. „Die umliegenden Gastronomen sind wirklich sehr nett. Spendieren Getränke und Kleinigkeiten zu essen“, freut sich Eva Vandirk.

Stadtführerin Ingrid Laufmann kann sich das Schmunzeln nicht verkneifen, als sie mit „ihrer“ Touristengruppe am Münchhausen-Brunnen haltmacht und die mit Pompons verzierten Kanonenräder und das Häkeldeckchen auf dem Kanonenrohr entdeckt. „So zieht niemand in den Krieg – da würden ja alle lachen“, kommentiert ein älterer Herr. „Lachen statt Schießen – ist doch wunderbar“, ergänzt die Dame neben ihm.

Wo man hinschaut, bleiben Passanten stehen, schauen, lächeln. Das Sommerwetter dieses Nachmittags tut sein Übriges. Gut besetzt sind die Tische in den Cafés, von wo aus man das „Kunstwerk Fußgängerzone“ und seine Fortentwicklung gut im Blick hat. Projektregisseurin Mansha Friedrich allerdings hat keine Zeit zu verlieren. Sie weiß: Es ist noch allerhand zu tun.

Das große Heer der Handarbeiterinnen und die Veranstalter – Münchhausenstadt Bodenwerder und Kulturmühle Buchhagen – hoffen auf ein großes Publikum, wenn heute um 18 Uhr die Schwarmkunstaktion „Bodenwerder wird bunt“ präsentiert wird. Es schließt sich vor der Stadtkirche St. Nicolai die „Offene Bühne Downtown“ mit Bands wie Monkey Train, Asgat, Sofa Session und dem 1. Bodenwerderaner Rudelsingen an. Interessanter kann man sich den Auftakt des 20. Pflastermaler-Wettbewerbs doch kaum vorstellen...



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