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Wiedereröffnung im Frühjahr geplant

Neuer Schwung für den „Werfthof“

BODENWERDER. Wenn es zu Beginn dieses Jahres noch die Befürchtung gab, der Verein stehe möglicherweise vor der Auflösung, so ist diese Gefahr inzwischen gebannt. „Moby Dick“, Trägerverein des Museums „Werfthof“, hat inzwischen einen neuen Vorstand, der sich engagiert für den Fortbestand des Museums einsetzt.

veröffentlicht am 19.11.2017 um 12:59 Uhr
aktualisiert am 20.11.2017 um 16:15 Uhr

Der Wiedereröffnung zum Fischmarkt im Frühjahr sehen Dirk Jablonski, Werner Dörries, Fritz-Henning Bertram und Clemens Kappen (von links) zuversichtlich entgegen. Foto: bR
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Autor

Burkhard Reimer Reporter
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Nicht zuletzt will er die – im Sinne des Wortes – „Wiederbelebung“ des im Obergeschoss untergebrachten „Weseraquariums“ an der Weserpromenade vorantreiben. Wie die Dewezet berichtete, mussten im Februar die Fische aus den Becken entfernt und das Wasser abgelassen werden, weil Aquarienwart Arnold Schumacher sein Amt aus gesundheitliche Gründen aufgeben musste. Der seinerzeit stellvertretende Vorsitzende war das einzige Vereinsmitglied, das die für die Unterhaltung des Schauaquariums notwendige Qualifikation nachweisen konnte. Für den Verein kam erschwerend hinzu, dass auch der Vorsitzende Armin Engeler sein Amt wegen Umzugs niederlegen musste.

Inzwischen aber heißt es zuversichtlich: „Mit Saisonbeginn werden wir das Werftmuseum und das Aquarium wieder eröffnen.“ Davon zeigen sich jedenfalls Jannik Hufnagel, Detlef Meyer, Dirk Jablonski und Werner Dörries im Gespräch mit der Dewezet überzeugt. Sie bilden den neuen „Moby Dick“-Vorstand, der Wert darauf legt, als Team gesehen zu werden. „Das heißt“, berichten sie, „dass es bei uns keine Hierarchie mehr gibt“. Das bedeute nicht zuletzt auch, dass künftig nicht mehr eine Person für die ordnungsgemäße Betreuung des Aquariums zuständig ist, sondern mehrere dafür verantwortlich zeichnen werden.

Nun also will man mit veränderten Strukturen den Neubeginn wagen. „Vor allem aber auch mit neuem Ansporn“, fügt Werner Dörries hinzu. Den hätten die vier „Moby Dick“-Aktivposten nicht zuletzt durch den Verein „Weserberglands freundliche Gastgeber & Co.“ erhalten, der „Moby Dick“ tatkräftige Unterstützung zugesagt habe.

Šein Hauptaugenmerk will das Team wieder auf das Museum richten, das mit Werkzeugen, Zeichnungen und Modellen die Geschichte des Bootsbaus an und des Fischfangs in der Weser darstellt. Zudem dürfte das Weseraquarium im Obergeschoss wieder eine der Hauptattraktionen werden. Dort sollen die Besucher sich wieder „an lebenden Objekten“ in den Süßwasserbecken, aber auch an anhand von Fischpräparaten einen Einblick in die mannigfaltige Fischwelt der Weser verschaffen können. Ein „Schmankerl“ unter den ausgestopften Kiemenatmern ist übrigens der „Polarbarsch“, ein Fisch mit dichtem Fellbesatz, der angeblich aus einer der Geschichten des „Lügenbarons“ Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen stammen soll.

Wenn möglich, soll das „Museum Werfthof“ seine Tore erstmals wieder zum Fischmarkt im Frühjahr öffnen. Übrigens sind neue Exponate, wie Schiffsmodelle, Bauzeichnungen oder Werkzeuge von Bootsbauern jederzeit ebenso willkommen wie Berichte und Geschichten von Zeitzeugen aus der Ära des Schiffbaus an der Weser. Infos dazu gibt es im Internet unter „Weseraquarium.de“.

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