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Stadt investiert 360 000 Euro am Mühlentor

Neue Stellplätze für Reisemobile und mehr Qualität

BODENWERDER. Im kommenden Jahr geht es los: Der Wohnmobilstellplatz am Mühlentor wird runderneuert; in einem zweiten Bauabschnitt werden im Jahr 2019 zudem 18 weitere Stellplätze direkt an der Weser geschaffen. „Wir wollen mehr Qualität als Quantität“, erklärt Stadtdirektorin Tanya Warnecke die Tatsache, dass man von der ursprünglichen Planung der Agentur „CaravaningConsult“, dort einen Wohnmobilpark mit knapp 90 Stellplätzen zu errichten, ein bisschen abgerückt ist.

veröffentlicht am 27.10.2017 um 12:57 Uhr
aktualisiert am 27.10.2017 um 14:00 Uhr

Diplom-Ingenieur Klaus Drescher, der als Landschaftsarchitekt und Stadtplaner in Holzminden tätig ist, hat diesen Entwurf verfasst. Er zeigt die Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen auf Wohnmobilstellplatz am Mühlentor. Grafik: Terra-Plan
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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„Wir haben festgestellt, dass diese Planung zu groß für unseren Bereich ist“, erklärt Thomas Steffe, Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Bau- und Ordnungswesen bei der Münchhausenstadt.

Nicht nur weitere Stellplätze zu den 20 bestehenden zu schaffen, sondern vor allem den Service zu verbessern, sei auch das Resultat einer Befragung, die man unter gut 100 Wohnmobilisten, die dieses Jahr den Stellplatz am Mühlentor aufgesucht haben, durchgeführt hatte. Freies W-Lan auf dem Gelände, gut zugängliche und moderne sanitäre Anlagen – was die Wohnmobilisten wünschen, wird nun umgesetzt. Auch ein festerer Unterbau der Stellplätze, eine bessere Infrastruktur in Bezug auf Wasser- und Stromversorgung, eine neue Entsorgungsstation für Abwasser sowie neue und barrierefreie sanitäre Anlagen sind geplant – letztere in einem mobilen Container, „das ist dem Hochwasserschutz geschuldet“, erklärt Steffe. „Als Laie sieht man aber nicht, dass das ein Container ist“, ergänzt die Stadtdirektorin.

Insgesamt investiert die Stadt in die in zwei Bauabschnitte eingeteilte Maßnahme 360 000 Euro. 260 000 Euro kosten die Modernisierungsmaßnahmen im ersten Bauabschnitt, für 100 000 Euro werden im zweiten Bauabschnitt die neuen Stellplätze an der Weser geschaffen. 160 000 Euro stehen laut Auskunft der Verwaltung als Haushaltsmittel zur Verfügung. 200 000 Euro hat die Stadt an Fördermitteln beim Amt für Landesentwicklung beantragt. „Diese Maximalförderung wollen wir erreichen“, so Steffe. Im Februar rechnet er mit dem Zuwendungsbescheid, dann sollen die Ausschreibungen erfolgen, „sodass im April oder Mai Baubeginn ist“ – übrigens bei laufendem Betrieb. „Wir werden zehn bis 15 Plätze haben, die in der Bauphase nutzbar sind“, sagt er. Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt werden sich, so rechnet Steffe, bis Oktober 2018 hinziehen.

Seit 2001 wird der Parkplatz für Reisemobile genutzt; ein Pächter betreibt den Kiosk. „Es kann durchaus sein, dass im Zuge der Erneuerung auch der Servicebereich erweitert wird“, mutmaßt Fred Burkert, stellvertretender Stadtdirektor. Und es passiert noch mehr: „Wir haben vor, das eine oder andere auf dem Stellplatz noch neu zu pflanzen“, so Burkert. Zudem werden neue Sitzgelegenheiten geschaffen und die Infrastruktur an der Anmeldung wird verbessert. Das erweiterte Gelände am Mühlentor mit den knapp 40 Stellplätzen, die man bei Großveranstaltungen noch effizienter nutzen könnte, habe eine Größe von 7500 Quadratmetern. Der stellvertretende Stadtdirektor stellt klar, dass das Angebot nicht in Konkurrenz zu den Campingplätzen stünde; „wir haben hier ein anderes Gäste- und Nutzerklientel“. Für die sei der Campingplatz keine Alternative.

Dank der Nähe zur Innenstadt und mit den in 2019 fertiggestellten Premium-Stellplätzen an der Weser sei die Modernisierung und Erweiterung des Wohnmobilstellplatzes „ein ganz maßgebliches Projekt für die Entwicklung der Stadt“, so Warnecke, die schon die Erneuerung der Weserpromenade im Blick hat.

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